Family FIPS 2/26: Bibel-Kreativ-Tipp: „Jesus und die Kinder“

Hintergrund
Die Ausgabe 2/26 von Family FIPS greift die Begebenheit auf, in der Eltern ihre Kinder zu Jesus bringen, damit sie von ihm gesegnet werden. Im Bibeltext aus Markus 10,13-16 wird deutlich, dass die Jünger um Jesus zwar die Mütter wegschicken wollen, aber Jesus sich gerne Zeit nimmt, ganz besonders für die Kleinsten.
Das macht für mich Gott und Glaube so attraktiv: Die Kinder gehören ausdrücklich dazu! Jesus zeigt, dass Gott den Kindern ganz besonders Gutes tun und zusagen möchte und ihnen seine Hand entgegenstreckt.

Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch und euren Kindern diese Aufmerksamkeit und seinen Segen zusprechen möchte. Die herzlichen Umarmungen und die segnenden Hände werden in diesen Kreativ-Tipps erlebbar.

 

Zum Klecksen & Kleben: Hand-Collage 
Diese Collage könnt ihr mit Farben als Abdrücke gestalten oder auch nur die Umrisse der Hände auf verschiedenfarbiges Papier zeichnen, ausschneiden und übereinander kleben. Sie zeigt: Alle Generationen gehören zusammen und können einander Gutes tun und zusprechen.

Ihr braucht:
• Wasserfarben
• Pinsel
• Wasserglas
• Windelöltücher
• Papier für die Handabdrücke
• Kartoniertes Papier für den Hintergrund
• ggf. Schere
• ggf. Klebestift
Der größte Handabdruck bildet den Hintergrund, bis ganz vorne der kleinste hinzugefügt wird.

 

 

Zum Schneiden: Händekette 
Wann seid ihr als Familie das letzte Mal Hand in Hand spazieren gewesen? Ich liebe es, wenn sich unterwegs so eine kleine Hand in meine schiebt. Diese Momente würde ich am liebsten für immer festhalten. Wie die Mütter wohl mit ihren Kindern zu Jesus gekommen sind? Haltet eure Hand-in-Hand-Momente in einer Papiermännchen-Kette fest.

 

Ihr braucht:
• Papier
• Buntstifte
• Scheren

 

Das Papier wird wie eine Ziehharmonika gefaltet. Auf die oberste Seite wird ein Männchen gemalt, das die Arme bis zum Papierrand ausgestreckt hält. Das Männchen wird mit allen darunter liegenden Papierlagen ausgeschnitten. Dabei darauf achten, dass die Hände in den Knick übergehen.
Jetzt kann das Papier aufgefaltet werden und die einzelnen Figuren können je nach Familienmitgliedern oder auch Freunden angemalt werden.

 

In Bewegung: Stopp-und-Weiter-Spiel

 

Die Jünger wollen nicht, dass die Kinder zu Jesus kommen. Aber für ihn ist niemand zu klein!
Deswegen dürfen bei diesem Bewegungsspiel alle mitspielen. Und je mehr mitmachen, desto besser. Ihr könnt euch dafür Papphände in Rot und Grün basteln, die aus dem Umriss des kleinsten Familienmitglieds entstehen.

 

 

So gehts:
Eine Person spielt einen der Jünger und stellt sich rückwärts zur Gruppe am Ende eines Raumes oder Geländes auf.  Alle anderen stellen sich gemeinsam an der gegenüberliegenden Seite auf. Sie müssen versuchen, sich bis zum Jünger vorzuschleichen, ohne erwischt zu werden. Solange der „Jünger“ den Mitspielern den Rücken zudreht (und dabei die grüne Hand hochhält), dürfen sich alle leise und vorsichtig vorwärts bewegen. Der „Jünger“ kann jederzeit – ohne Vorwarnung – die rote Hand heben und sich schnell umdrehen.

Sofort müssen alle Mitspieler stehen bleiben. Wer sich noch bewegt, wackelt oder das Gleichgewicht verliert, muss zurück zur Startlinie. Danach dreht sich der „Jünger“ wieder um und das Spiel geht weiter. Wer kommt zuerst beim „Jünger“ an? Wenn alle angekommen sind, kann gejubelt und die Rolle des „Jüngers“ neu vergeben werden.

 

Körperumriss: Segensworte auf Papier
Auch im Alltag können wir Segen in unterschiedlicher Form erbitten. Zum Beispiel legen wir uns nacheinander auf Packpapier, umrandeten mit einem Stift den Körperumriss und malen und schreiben in das Innere, wie sehr wir den anderen lieb haben und was wir ihm besonders wünschen. Die Segenswünsche können der Bibel entnommen oder frei formuliert werden.

 

Ihr braucht:
• breites Packpapier, Papiertischdecke oder weiße Tapete
• Bleistift zum Umranden der Figuren
• Bunte Filzstifte, um Segenswünsche zu malen oder zu schreiben

 

 

Legt euch nacheinander auf das Packpapier und umrandet euch gegenseitig. Malt oder schreibt anschließend Segenswünsche, gute Gedanken und liebe Worte füreinander auf.

Hier einige Ideen:
• Gott segne dich.
• Gott beschütze dich.
• Gott behüte dich auf all deinen Wegen.
• Gott sei bei dir, heute und jeden Tag.
• Gott schenke dir Frieden und Ruhe im Herzen.
• Gott erfülle dich mit Freude und Hoffnung.
• Gott gebe dir Mut und Vertrauen.
• Gott tröste dich, wenn du Angst hast.
• Gott begleite dich in allem, was kommt.

 

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder erlebt, wie Gott sich Zeit für euch nehmen möchte und dass ihr gewiss sein könnt, dass für Jesus niemand zu klein ist. Er möchte euch mit Gutem beschenken und segnen!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar.

Taschengeld

Spätestens mit der Einschulung bekommen die meisten Kinder ihr erstes Taschengeld. Doch wie lernen die Kleinen einen guten Umgang mit Geld? Wie verstehen sie, was sparen oder spenden bedeutet?

Die Einführung des Taschengeldes ist eine ideale Gelegenheit, um Kindern praktisch zu zeigen, wie Geld im Alltag funktioniert und wie wir damit gut umgehen können. Besonders anschaulich wird das durch ein Taschengeldsystem, das sich aus vier unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzt:

Münzen auf vier Zwecke aufteilen
Beim Taschengeldsystem darf das Kind sein wöchentliches Geld auf vier Bereiche verteilen:
Portemonnaie: für alles, was es direkt ausgeben möchte
Sparen: für größere Wünsche
Investieren: für langfristiges Sparen, bei dem es „Zinsen von Mama“ gibt
Spenden: als Zeichen dafür, wie gut es uns geht und dass wir etwas davon abgeben können

Warum diese vier Bereiche? Weil Geld im Leben nicht nur für das Ausgeben da ist. Kinder lernen auf diese Weise spielerisch, dass man sich Wünsche erfüllen kann – aber eben nicht alle sofort. Sie verstehen dadurch auch, dass Geld (durch Zinsen) arbeiten kann und dass durch Teilen ein gutes Gefühl entsteht.
Hilfreich ist die Regel, dass das Taschengeld jedes Mal auf alle vier Bereiche aufgeteilt werden muss. Keiner der Zwecke darf ausgelassen werden. Wie viel wohin kommt, entscheidet das Kind jedoch selbst. Bei unserem jetzt siebenjährigen Sohn hat sich das mit der Zeit stark verändert. In der Anfangszeit floss fast alles in das Portemonnaie. Der Reiz, sich sofort etwas zu kaufen, war am größten. Inzwischen ist das Investieren sein Favorit. Er hat schnell verstanden: Wenn das Geld dort bleibt, wächst es durch die Zinsen, die ich alle drei Monate auszahle. Diese kleinen Zinszahlungen sind nicht nur ein Anreiz, sondern auch ein kindgerechter Einstieg in ein späteres Finanzverständnis: Geld kann arbeiten, sei es später auf dem Tagesgeldkonto oder an der Börse.

Marmeladengläser gestalten
Mein Tipp für den Einstieg ist, zunächst mit zwei bis drei Euro pro Woche zu starten. Damit lässt es sich gut aufteilen und ausprobieren. Kinder lieben es, Geld sichtbar aufzuteilen – aus diesem Grund nutzen wir dafür Gläser. Das funktioniert zum Beispiel mit Marmeladengläsern gut. Außerdem gibt es ein Portemonnaie, in welches nur das Geld kommt, welches das Kind nach Lust und Laune ausgeben darf, ohne dass wir Eltern dazwischenfunken. Die Gläser  können auch gemeinsam gestaltet werden. Das ist kreativ und bringt Gespräche ins Rollen: Wofür sparen wir? Wem könnten wir mit dem Geld helfen? Was bedeutet langfristig? Was sind denn überhaupt Zinsen?
Ja, anfangs wird das meiste Geld vermutlich in Produkte aus dem Süßigkeitenregal investiert werden. Aber genau da steckt das Lernpotenzial. Fehler? Gibt es nicht! Es gibt nur Erfahrungen. Hier lohnt es sich, geduldig zu bleiben. Das Taschengeld ist ein tolles Übungsfeld für das echte Leben. Wenn Kinder erleben, dass Geld viele verschiedene Aufgaben hat – ausgeben, sparen, vorsorgen, teilen – entwickeln bereits die Jüngsten Stück für Stück einen gesunden und selbstverständlichen Umgang damit. Und das ist in meinen Augen eines der schönsten Geschenke, das wir ihnen fürs Leben mitgeben können.

Deborah Scarpino-Helle ist Mutter von zwei Kindern und Gründerin von „Die Finanzkomplizin“. Sie zeigt Frauen, wie sie Ordnung in ihre Finanzen bringen und mehr aus ihrem Geld machen. www.diefinanzkomplizin.de

Der Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Family FIPS 1/26: Bibel-Kreativ-Tipp: „Das allererste Weihnachtsfest“

Hintergrund

Die Ausgabe 1/26 von Family FIPS greift die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2,1-20 auf. Es geht es um Maria und Josef, die sich auf den Weg nach Bethlehem machen, wo Jesus geboren wird. Die Hirten auf den Feldern erfahren durch Engel von der großen Freude, die ihre dunkle Nacht hell macht.

Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch diese große Freude inmitten von Alltagstrubel, Sorgen oder Ängsten zusprechen möchte. Mit Jesus wird es hell bei uns Menschen und genau das wird mit den Kreativ-Tipps erlebbar.

Foto-Geschichte

Während in der Adventszeit jede Menge Fotos entstehen, wäre es doch mal denkbar, ein Gruppenbild mit den Menschen, Engeln und sogar Tieren der Weihnachtsgeschichte anzufertigen.

Ihr braucht:

  • Bunten Tonkarton
  • Watte
  • Pappteller
  • Schaschlikspieße
  • Klebeband
  • Klebestifte
  • Schere

 

Für die unterschiedlichen Protagonisten werden gemeinsam Utensilien ergrübelt. Woran könnten die Hirten erkannt werden? Wie könnte ein Schaf sichtbar werden und was bekommen die Engel? Flügel? Oder vielleicht einen Heiligenschein?

All das wird auf bunten Tonkarton vorgezeichnet und ausgeschnitten. Mit dem Klebeband wird es an den Schachlikspießen befestigt (vielleicht wollt ihr hier gegen das Verletzungsrisiko die Spitzen abschneiden?) und schon können die ersten Bilder entstehen.

Wer schlüpft in die Rolle der Schafe? Und wer erhält für das Foto einen Hut oder einen Bart für Josef? Und wie haben sich die Hirten wohl gefühlt, als es plötzlich so hell wurde? Wie haben sich ihre Gesichter verändert? So kann eine ganze Foto-Reihe entstehen, mit der die Weihnachtsgeschichte nachgespielt wird. Und natürlich kommt für die Bilder auch grelles Licht zum Einsatz, wenn die Engel ihre Freude und die gute Nachricht überbringen.

 

Teelichthalter-Engel

Die Engel erscheinen den Hirten auf den Feldern und plötzlich wird es hell! Dafür basteln wir Kerzenhalter aus Modelliermasse.
Ihr braucht:

  • Plätzchenausstecher Engel, Schafe, Hirten
  • Modelliermasse oder Knetmasse
  • Nudelholz
  • Unterlage zum Auswellen der Modelliermasse
  • Christbaumkerzen oder elektrische Teelichter
  • Klebestift, Deko-Material: Glitzer, kleine Steinchen, Pailetten, Filzstifte

Die Modelliermasse auf der Unterlage auswellen und mit den Plätzchenausstechern in Form bringen. Die Masse sollte nicht zu dünn sein, damit die Kerze Halt darin findet. Die Kerze eindrücken und während des Trocknens in der Masse belassen.

Wenn alles ausgehärtet ist, kann der Kerzenhalter verziert werden – und dann Licht in jeden Winterabend bringen.

 

Legebild auf Leucht-Box

Eine transparente Plastikkiste wird mit Lichterkette zum Leuchttisch. Gemeinsam wird die Weihnachtsgeschichte gelegt: Grüne Hügel und Zypressen werden aus Transparentpapier gezupft und gerissen. Dazu werden die Schatten der Schafe und Hirten aus schwarzem Tonkarton ausgeschnitten und auf die Box gelegt. Am Himmel leuchten die Engel aus gelbem und weißem Transparentpapier.

Ihr braucht:

  • Flache Plastikkiste mit transparentem Deckel
  • Lichterkette oder Lichterschlauch
  • Buntes Transparentpapier
  • Scheren
  • schwarzes Tonpapier
  • Bleistift zum Vorzeichnen der Figuren.

Im abgedunkelten Raum kann die Geschichte gelesen werden. Die Figuren werden passend dazu auf dem Leuchttisch ausgelegt und verschoben. Vielleicht habt ihr auch noch Platz auf eurem Leuchttisch für Maria und Josef mit dem Jesuskind?

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder erlebt, wie Gott euch beschenkt und auch in trüben oder düsteren Momenten Licht und Freude schenkt. Die Weihnachtsgeschichte möchte uns ganz besonders daran erinnern.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar.

 

 

Lispeln

Wenn ein Kind beim Sprechen lispelt, muss es direkt zur Logopädie? Können Eltern daheim etwas tun? Oder wächst es sich sowieso mit der Zeit aus?“

Die kleine Lia rennt aufgeregt zu ihrer Mutter und erzählt, dass der drollige Hund Simson gerade an ihrem Eis geschleckt habe. Dabei sieht die Mutter, dass bei jedem S-Laut Lias Zunge entweder an oder sogar durch die Zähne drückt. Die Mutter lächelt und drückt ihrer Kleinen einen Kuss auf die Wange.
Wenn die Kids klein sind, finden wir es oft niedlich, wenn ihre Zunge zwischen den Zähnen durchguckt und sie lispeln. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem wir es nicht mehr passend finden und uns Sorgen machen, weil gleichaltrige Kinder nicht mehr lispeln. Die Frage steht im Raum, ob das Kind eine logopädische Therapie braucht.

Es entwickelt sich noch
Erstmal zur Beruhigung: Wenn ein Kind mit fünf Jahren noch lispelt, ist es in guter Gesellschaft. Etwa 25 bis 35 Prozent der gleichaltrigen Kinder tun das. Das Kind hat noch Zeit, um seine motorische Entwicklung weiter reifen zu lassen. Insofern das Kind tatsächlich nur lispelt, hat es die Laute bereits richtig erfasst. Es kann „sch“ und „ch“ von den S-Lauten unterscheiden und wirft die Laute beim Sprechen nicht durcheinander. Dann heißt es: durchatmen! Es ist zu erwarten, dass sich das Kind so weiterentwickeln wird, dass es die S-Laute richtig aussprechen kann.
Wenn jedoch nach dem Zahnwechsel der Frontzähne immer noch ein Lispeln vorliegt, ergibt es Sinn, mit einer Therapie zu starten. Es ist außerdem wichtig, darauf zu achten, wie das Kind selbst mit der Situation umgeht. Was meine ich damit? Es gibt Kinder, die sich schon mit vier oder fünf Jahren daran stören, wenn sie lispeln. Vielleicht wurden sie im Kindergarten damit aufgezogen und es hat sie in ihren Sprechfähigkeiten verunsichert. Spätestens dann, wenn ein Kind sehr dadurch entmutigt ist und nicht mehr gern sprechen mag, sollten die Eltern reagieren und logopädische Hilfe in Anspruch nehmen.

„Is will auch Sokolade haben.“
Es kann auch sein, dass ein Kind mit fünf Jahren ein gelispeltes „s“ spricht, obwohl in diesem Wort ein „sch“ oder ein „ch“ nötig gewesen wären. Zum Beispiel: „Is will auch Sokolade haben.“ Das Thema Lispeln darf hier noch getrost außer Acht gelassen werden. Jedoch wäre es wegen der fehlenden „sch“- und „ch“-Bildung wichtig, eine logopädische Therapie zu beginnen. Das Kind hat dann noch nicht die Unterscheidung der Laute „s“ und „sch“ beziehungsweise „s“ und „ch“ erfasst. Das sollte in diesem Alter schon erlernt worden sein. Der Grund hängt wahrscheinlich mit einer mangelnden Hörverarbeitung zusammen. Was bedeutet das? Das eigentliche Hören ist kein Problem, die Ohren funktionieren. Aber die zentrale Verarbeitung der Laute klappt noch nicht so recht. Logopädie kann in diesem Fall weiterhelfen.
Kinder, die lispeln, kann man daheim unterstützend beeinflussen. Ein beliebter Tipp ist, dickflüssigen Joghurt mit einem breiten Trinkhalm zu trinken. So wird die Rückzugsmuskulatur der Zunge aktiviert und die gesamte Mundmuskulatur gestärkt. Intensivieren kann man diese Übung, wenn man nach und nach dünnere Trinkhalme verwendet. Mmh, lecker! Es ist in den meisten Fällen keine Schwierigkeiten, Kinder dafür zu begeistern.

Ina Finis ist Logopädin und Individualpsychologische Beraterin sowie Therapeutische Seelsorgerin in eigener Praxis. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern in Paderborn.

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Family FIPS 6/25: Bibel-Kreativ-Tipp „Wer kann helfen?“

Hintergrund
Die Ausgabe 6/25 von Family FIPS greift die Geschichte vom barmherzigen Samariter auf, die Jesus erzählt. In dem Bibeltext aus Lukas 10, Vers 29 bis 37 geht es darum, wie Gottes Gebot der Liebe – gegenüber Gott und Menschen gelebt werden kann.
Ein Fremder kümmert sich um einen ausgeraubten und verletzten Händler in verlassener Gegend zwischen Jericho und Jerusalem. Er verbindet dessen Wunden, gibt ihm zu trinken, hilft ihm auf seinen Esel und läuft nebenher bis zu einem Gasthof, wo er für Unterkunft und Pflege bezahlt, um auf der Rückreise erneut nach ihm zu schauen.
Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch und euren Kindern Menschen zur Seite stellt, die unerwartet helfen – und dass auch ihr zu genau solchen Überraschungs-Helfenden werden könnt.

Basteln:

Stecken-Esel
Der freundliche Fremde bringt den Verletzten auf einem Esel zur nächsten Herberge. So bastelt ihr einen Stecken-Esel:

Ihr braucht:
• Rohrverkleidung aus dem Baumarkt
• Band oder feste Schnur (als Zaumzeug und um den Kopf zu fixieren)
• Wasserfeste Stifte
• Klebestift
• Wackelaugen
• Fleece-Stoff oder Wolle (für die Mähne)
• Schere

Diese Schaumstoffstangen eignen sich nicht nur dazu, die Kanten im Haus kindersicher zu machen. Für den Eselskopf wird der obere Teil der Verkleidung umgebogen und festgebunden. Der Esel bekommt mit wasserfestem Stift noch Nüstern, Wackelaugen (die gut mit einem Klebestift halten) und eine Fleecemähne. Dann kann euer Kind auf dem Esel durchs Zimmer reiten, um die Geschichte zu erleben.
Und ja, auch Esel im Hilfseinsatz dürfen mal vorsichtig galoppieren, über Hindernisse springen, einen Parcours absolvieren und die unterschiedlichsten IAHHH-Laute von sich geben.

 

Esel-Fußspuren
Es soll ein bisschen ruhiger werden? Für die Strecke zwischen Jericho und Jersualem waren ungefähr 25 Kilometer Sand- und Geröllwüste zu bewältigen. Wie gut, dass der freundliche Helfer in der Bibelgeschichte seinen Esel dem Verletzten zur Verfügung gestellt hat, um selbst zu Fuß zu gehen. Mit dieser Kreativ-Idee wird deutlich, dass genau DU dich auf den Weg machen kannst, um anderen zu helfen und Gutes zu tun. Persönlich erlebbar wird es dadurch, dass wir dafür die Füße umranden und aus den Fußspuren Esels-Gesichter basteln.

Ihr braucht:
• Graues, kartoniertes Papier
• Weißes Papier
• Bleistift (zum Umranden)
• Filzstift (für Nüstern und Mähne)
• Schere
• Wackelaugen
• Klebestift
• Buntes Masking Tape (das Klebeband dient als Zaumzeug)
Für diese Bastelei werden Schuhe und Socken ausgezogen, sich barfuß auf das graue Papier gestellt und gegenseitig die Füße mit dem Bleistift umrandet. Nach dem Ausschneiden wird das ausgeschnittene „Eselgesicht“ auf das weiße Papier gelegt, um aus der Ferse eine Esel-Schnauze zu umranden und ebenfalls auzuschneiden.
Schnauze und Augen und Zaumzeug werden aufgeklebt und anschließend mit Filzstift die Nüstern und Mähne gemalt.

Spielen: Wettwickeln

Der freundliche Helfer in der Geschichte hat dem Verletzten die Wunden verbunden. Welche Vorräte an Pflastern und Verbandsmaterial stehen euch für mögliche Einsätze im Haus zu Verfügung?
Vielleicht ist die eine oder andere Mullbinde auch für dieses Spiel zu verwenden?
Ihr braucht:
• 1-2 Mullbinden oder andere Verbände (die nicht selbstklebend sind)

Hier wird gegeneinander gewickelt. Wer zuerst eine vorher ausgerollte Mullbinde wieder einsatzbereit hat gewinnt.
Und wenn nur ein einziger Verband zur Verfügung steht, werden Aufwickelzeiten gestoppt, verglichen und gefeiert.

Verbandsmaterial-Rätsel

Sucht im Haus Verbandsmaterial zusammen und bringt es zum Tisch. (Und nein, dazu gehören natürlich keine Medikamente!) Es wäre gut, wenn ihr je nach Alter der Kinder bis zu zehn Gegenstände zusammentragen könntet.

Ihr braucht:
• Verbands- und Pflastervorräte, Kompressen oder Kältekompresse (hier dürfen auch selbstklebende Verbände gebracht werden)
• Vielleicht ist auch eine Verbandsschere oder Pinzette dabei?
• Ein großes Tuch zum Verdecken

Die Verbands-Materialien werden auf den Tisch gelegt und benannt. Ihr könnt euch auch dazu austauschen, wofür sie eingesetzt werden oder das eine oder andere, ausprobieren. So prägt ihr euch möglichst viele Gegenstände ein. Nun wird das Tuch über die Sammlung gelegt und eine Person entfernt – für alle anderen unsichtbar – einen einzelnen Gegenstand. Wenn nun das Tuch entfernt wird, wird gerätselt, was hier fehlt. Wollt ihr gemeinsam überlegen? Oder es als spielerischen Wettkampf gestalten?

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder erlebt, dass Gott euch hilft und ihr selbst zu Unterstützung und Hilfe für andere werden könnt. Wir dürfen feiern, dass Gott uns täglich und überall begleitet, uns Menschen zur Seite stellt und auch wir helfen können.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar. Die Bilder sind ihrem kreativen Familienbuch entnommen „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein.“

Bildschirmzeit

Woran kann man sich bei der Auswahl von Videos für dreijährige Kinder orientieren? Und dürfen jüngere Geschwister schon mitschauen? 

Wenn Dreijährige Medieninhalte entdecken, ist es sehr wichtig, sich über das Was? und Wie? Gedanken zu machen. Das Format muss den Bedürfnissen und der Auffassungsgabe der Kleinen angepasst sein. Dabei ist eine kurze Laufzeit der Videos wesentlich. Die Länge von fünf bis maximal 20 Minuten sollte nicht überschritten werden. Außerdem empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die Videos eine langsame Schnittfolge und ein insgesamt behutsames, ruhiges Erzähltempo haben.
Aber nicht nur die richtige Videoauswahl ist wichtig, auch auf das Wie? kommt es an. Am meisten profitieren kleine Kinder davon, wenn sie die bewegten Bilder gemeinsam mit Bezugspersonen anschauen. Eltern können Dinge benennen, erklären oder beruhigen, wenn etwas zu aufregend wird. Ist das gemeinsame Schauen mal nicht möglich, sollten die Eltern zumindest in Hörweite sein.

Wenn das Ausschalten schwerfällt
Manchmal reagieren Kinder mit Wut oder Frust, wenn das Video zu Ende ist und das Gerät ausgeschalten wird. Das ist verständlich, die Kleinen müssen erst lernen, mit überwältigenden Gefühlen umzugehen. Weil sie das Gesehene so gefesselt hat, braucht es eine Phase, um wieder zurückzukommen. Manchen Kindern hilft es, im Anschluss zu kuscheln oder durch gemeinsames Malen, Spielen oder Toben auf andere Gedanken zu kommen. In anderen Fällen ist Geduld gefragt, bis sich der Ärger gelegt hat. Auf keinen Fall sollten dem Kind Vorwürfe gemacht werden oder aus dem Affekt heraus Verbote ausgesprochen werden. Wichtig ist es, selbst ruhig zu bleiben und zu erklären, warum nicht weitergeschaut werden darf.

Kurze Clips für jüngere Geschwister?
Generell gilt, dass Kinder erst ab etwa drei Jahren in der Lage sind, Geschichten auf dem Bildschirm zu folgen und sie zu verstehen. Jüngere Kinder können von den bewegten Bildern überfordert werden. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass Kinder unter drei Jahren noch möglichst wenig Zeit vor dem Bildschirm verbringen sollten.
Wenn zweijährige Geschwister in Ausnahmefällen mitschauen, gibt es einiges zu beachten: Geeignet sind dann nur kurze Clips mit maximal fünf Minuten Länge. Statt der ganzen Folge einer Serie können in sich abgeschlossene Teile daraus gezeigt werden. Zum Beispiel die Clips mit Maus und Elefant aus „Die Sendung mit der Maus“ oder kurze Puppentrickgeschichten aus „Unser Sandmännchen“. Der Einstieg fällt leichter, wenn die bewegten Bilder von Stil und Optik an Bücher erinnern, die das Kind schon kennt; zum Beispiel „Die Raupe Nimmersatt“ oder „Bobo Siebenschläfer“. Eine ruhige Erzählstimme, die in sehr einfachen Sätzen das Gesehene kommentiert, ist für die Kleinsten besonders geeignet. Auch Geschichten, die ganz ohne Sprache auskommen, haben ihren Reiz.
Übrigens: Kinder brauchen nicht viel Auswahl, sie lieben Wiederholungen. So können sie Bekanntes und Vertrautes (wieder-)entdecken, das Gesehene besser nachvollziehen und verarbeiten. Eine Sammlung empfehlenswerter Inhalte und weitere Tipps zum Medienstart finden Eltern auf der Website von FLIMMO.

Michael Gurt
ist verantwortlicher Redakteur und Projektleiter von FLIMMO, dem Elternratgeber zu TV, Streaming, Social Media und Kino. FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V., mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis betraut.

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

 

 

 

 

 

Einzelkind

Sind Familien mit Einzelkindern unvollständig? Oder ist das nur ein Klischee?
Familien mit zwei Kindern bilden die größte Gruppe unter den Familien mit Kindern und sind maßgeblich für die Wahrnehmung in unserer Gesellschaft. Obwohl Familien mit einem Kind die zweitgrößte Gruppe darstellen, halten sich negative Klischees zu Einzelkindern weiterhin sehr hartnäckig. Dazu zählt zum Beispiel, dass Einzelkinder weniger sozial seien oder sich egoistischer verhalten, was damit erklärt wird, dass sie ohne Geschwister nicht richtig teilen lernen könnten. Auch werden Einzelkind-Eltern von der Annahme verunsichert, dass ihre Kinder einsam seien, sowohl in jungen Jahren als auch im späteren Erwachsenenleben in Bezug auf die Pflege oder Trauer um ihre Eltern.

Gut eingebunden
Diese Klischees lassen sich jedoch nicht belegen. Tatsächlich sind die Vorurteile gegenüber Einzelkindern schon seit den 1980er-Jahren widerlegt. Denn Einzelkinder wachsen in vielen Bereichen gar nicht so viel anders auf als Kinder mit Geschwistern. Sie haben ab dem frühen Kleinkindalter die Möglichkeit, mit anderen Kindern in der KITA oder bei einer Tagesmutter zu spielen. Sie verbringen Zeit gemeinsam mit Gleichaltrigen auf dem Spielplatz oder in Eltern-Kind-Kursen. Ihre sozialen Fähigkeiten scheinen in einem Punkt sogar stärker ausgeprägt zu sein: Sie wissen um die Bedeutung von Freundschaft und zeigen hier ein hohes Maß an Geduld, Nachsicht und die Fähigkeit zu Kompromissen. Auch wenn wir uns heute mit unseren kleinen Kindern nicht vorstellen können, dass sie eines Tages erwachsen und selbstständig sind, dürfen wir uns darauf verlassen, dass sie gut eingebunden sein werden. Nämlich in das soziale Netzwerk, dass sie sich aus Partnern, Freundinnen und Kollegen geschaffen haben. Sie werden nicht allein sein, wenn ihre Eltern sterben.

Eine richtige Familie!
Leider fühlen sich Familien mit einem Kind nicht selten als Eltern zweiter Klasse. Sie sind die, die noch keine richtige Familie sind. Diejenigen, die es sich mit „nur“ einem Kind leicht machen. Es sind die, die egoistisch sind, weil sie ihrem Kind kein Geschwister schenken. Familie, Freunde, Arbeitskollegen oder Bekannte gehen häufig davon aus, dass auf ein erstes Kind auf jeden Fall ein weiteres folgen wird – und zwar so selbstverständlich, wie auf das Einatmen ein Ausatmen folgt. Viele Eltern lassen sich verunsichern, wenn das Gegenüber überrascht darauf reagiert, dass sich eine Familie mit einem Kind komplett fühlt. In einem solchen Fall hilft es, für sich klar zu wissen, warum man sich für dieses Familienmodell entschieden hat.
Die guten Gründe für mehr als ein Kind liegen zum Beispiel nicht mehr so selbstverständlich auf der Hand, wie es in der Vergangenheit mal war. Unser modernes Leben stellt sehr hohe Anforderungen an Familien. Außerdem gibt es zahlreiche individuelle Gründe, bei einem Kind zu bleiben – für keinen davon muss man sich rechtfertigen! Eltern dürfen sich also nicht nur die Frage stellen, was besser für ihr Kind ist, sondern sollten sich fragen, was sich gut für ihre Familie anfühlt. Durch diese Frage wird deutlich, was es für alle Familienmitglieder bedeuten würde, wenn ein weiteres Kind hinzukommt. Und diese Frage ist entscheidend, damit Eltern sich bewusst machen, was sie für sich persönlich wollen.

Anna Hofer ist Autorin des Buches „Mein fabelhaftes Einzelkind. Warum Kinder auch ohne Geschwister glücklich groß werden“ (Kösel) und arbeitet als Familienberaterin. www.anna-hofer.de

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Family FIPS 5/25: Bibel-Kreativ-Tipp „Jakob und Esau – Alles wieder gut?“

Hintergrund
Die Ausgabe 5/25 von Family FIPS setzt die Geschichte der Zwillinge Jakob und Esau fort. In der vorherigen Ausgabe haben wir gehört, wie Jakob seinen Bruder um das Erstgeburtsrecht und den Segen des Vaters betrogen hatte. Und doch war Gott auch auf seiner Flucht vor dem Bruder bei Jakob. Diesmal erzählt der Bibeltext aus 1. Mose 30 – 33 davon, wie sich Jakob und Esau wieder versöhnen.
Ich bin mir sicher, dass Gott euch und euren Kindern immer wieder Versöhnung schenken möchte, was auch immer die Ursache eines Streits gewesen sein mag. Gott hilft dabei, dass auch in eurer Familie alles wieder gut werden kann.

Herz-Versöhnungs-Kekse
Backt zusammen Butterplätzchen in Herzform. Beim Dekorieren (zum Beispiel mit buntem Zuckerguss oder Streuseln) könnt ihr darüber sprechen, wie schön es ist, wenn man sich nach einem Streit wieder liebhat – so wie Jakob und Esau.

Ich empfehle dieses Rezept unserer Oma:
• 500 g Mehl
• 250 g Margarine
• 2 Eier
• 200 g Zucker
• 1 Vanillezucker
• 1 Prise Salz
• Nach Bedarf zum Verzieren: Lebensmittelfarben, Streusel, Puderzucker und Zitronensaft
• Außerdem: Backpapier, Wellholz, Ausstechform Herzen, Messer, Backpinsel

Aus den Zutaten einen Knetteig herstellen und etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen. Herzen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 180 bis 200 Grad Celsius etwa 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Gegen Ende der Backzeit die Herzen mit einem Messer halbieren. (Das übernehmen große Geschwister oder Erwachsene!) Die gebackenen Herzen können noch im warmen Zustand mit der Puderzucker-Zitronen-Mischung glasiert und mit Streuseln verziert werden. Am besten werden immer zwei Hälften gleich dekoriert. Beim gemeinsamen Verzehr gilt es dann, die passenden Hälften zu finden.

Kuschliger Versöhnungsort
Baut mit Decken, Kissen und Kuscheltieren eine „Versöhnungsecke“ – einen Ort, an den man sich zurückziehen kann, um wieder Frieden zu schließen. Wie Jakob, der Esau viele Geschenke bringt, kann jedes Kind etwas Kleines mitbringen, um die Ecke freundlich zu gestalten (z. B. ein Bild oder ein Kuscheltier).
Ihr braucht:
• Kissen
• flauschige Decken
• Kuscheltiere, Stifte und Papier oder auch Bücher für gemeinsame Spiel-, Kuschel- und Versöhnungsmomente

Gemeinsam geht’s besser!
Wie Jakob und Esau, die sich nach langer Zeit wieder begegnen und versöhnen, erleben die Kinder bei diesem Spiel: Wir möchten zusammen unterwegs sein. Auch, wenn das manchmal Herausforderungen mit sich bringt. Gemeinsam schaffen wir alles!
Ihr braucht:
• Tuch oder Schal
• langes Seil oder Straßenkreide
• Gegenstände, um einen Parcours aufzubauen

Die Beine von einem nebeneinanderstehenden Paar werden jeweils am inneren Bein locker mit einem Tuch oder Schal zusammengebunden (Drei-Bein-Lauf).
Ziel ist es, gemeinsam einen kleinen Parcours oder eine Strecke zu meistern – mit Kurven, Hindernissen oder Aufgaben (z. B. ein Kuscheltier gemeinsam holen, über eine Linie balancieren, etwas gemeinsam tragen). Der Parcours kann mit einem langen Seil gelegt oder mit Straßenkreide aufgemalt werden. Mit Stühlen, Kartons oder anderen Gegenständen können Hindernisse aufgebaut werden, die die Kinder überqueren oder umlaufen müssen.
Vor dem Start sagen sich die Kinder einen Freundschaftssatz, z. B.: „Wir schaffen das zusammen!“ oder „Ich bin froh, dass wir ein Team sind!“ – „Streit trennt, Versöhnung verbindet!“

Ich-mag-dich-Steine
Die Kinder bemalen kleine Steine mit bunten Farben und Symbolen (z. B. Herz, Sonne, Regenbogen, zwei Hände). Wer kann und mag, kann auch (mit Hilfe) Wörter wie „Frieden“ oder „Freunde“ draufschreiben. Die Steine können als Versöhnungssteine verschenkt oder getauscht werden – als Zeichen für einen Neuanfang, so wie bei Jakob und Esau.

Ihr braucht:
• Steine
• Filzstifte (möglichst deckend)
• weiße Acrylfarbe zum Grundieren für die Großen und Wasserfarben zum Verzieren für die Kleinen
Für das Trocknen der Farben ist Geduld gefragt, und die war auch bei Jakob und Esau nötig. Die Brüder hatten sich viele Jahre nicht gesehen, bis es endlich zur Umarmung kam. Sprecht in der Zwischenzeit als Familie darüber, wie Versöhnung leichter gelingen kann.

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder Versöhnung feiern könnt und dass es dafür nicht so lange dauern muss. Wir dürfen feiern, dass Gott uns täglich und überall begleitet und uns auch bei anstehenden Versöhnungen helfen kann.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar. 

Entspannte Sonntage

Sonntage sind in vielen Familien die anstrengendsten Tage in der Woche. Das muss nicht sein. Mit diesen Anregungen werden die Sonntage mit Kindern wieder zu Ruhetagen.

Oh ja, Sonntage mit Kindern im Kindergartenalter können echt herausfordernd sein! Mir haben ein paar Punkte dabei geholfen, mehr Ruhe am letzten Tag der Woche zu erfahren. Vielleicht sind auch Anregungen für euch dabei:

1. Vorbereitung
Manche Dinge, die mich am Sonntag stressen, lassen sich gut vorbereiten und dadurch vermeiden. Zum Beispiel kann ich unter der Woche ein Mittagessen vorkochen und einfrieren oder samstags die Wäsche durchwaschen und Ordnung schaffen. Wenn es zeitlich knapp ist, darf das auch heißen, die Wäsche und Unordnung hinters Sofa zu schieben und Tiefkühlpizzen zu kaufen. Außerdem kann ich samstagabends eine Dose Apfelschnitze, die Toniebox und Kopfhörer hinlegen: Wenn die Kinder morgens früh aufstehen und man selbst noch ein bisschen liegenbleiben will, lässt sich so die Zeit im Bett noch etwas verlängern, bis es für alle Frühstück gibt.
2. Rituale zum Tagesstart
Kleine, wiederkehrende Rituale machen auch den Kindern sichtbar, dass heute ein besonderer Tag ist. Das können zum Beispiel Zutaten zum Frühstück sein, die es nur sonntags gibt oder eine Kerze, die die Kinder anzünden dürfen. Oder eben die Apfelschnitze im Bett.
3. „Wunschzeiten“
In der Familie kommen viele unterschiedliche Vorstellungen zusammen, wie ein Ruhetag aussehen sollte. Eine Freundin von mir hat deshalb „Wunschzeiten“ eingeführt, und wir haben damit auch gute Erfahrungen gemacht. Dazu sprechen wir darüber, welche Idee jeder von einem Ruhetag hat. Zuerst unter uns Eltern und dann auch mit den Kindern. Mit Kindergartenkindern lassen sich die Wünsche auf Bildkärtchen festhalten. Darauf könnte zum Beispiel „Spielplatz“, „Lego bauen“, „Lesen“ oder „Allein spazieren gehen“ stehen. Fangt bei der Umsetzung der Wünsche klein an: 20 Minuten reichen für den Anfang. Eine Sanduhr kann dabei helfen, die Zeit für die Kinder zu visualisieren. Dann heißt es: Bis die Sanduhr abgelaufen ist, liest Mama allein draußen ein Buch und Papa ist zuständig. Oder wir spielen alle zusammen Feuerwehr. Wenn die Kinder wissen, dass sich in ihrer Zeit alles auf sie konzentriert, ist es für sie auch leichter, uns Erwachsenen unsere Zeit zu geben, wenn wir dran sind.
4. Verabredungen
Für mich sind die entspanntesten Zeiten oft die, wenn wir mit Freunden zusammen sind, die Kinder im ähnlichen Alter haben. Dann sind die Kinder miteinander beschäftigt, und wir haben Zeit für Austausch. Der Besuch von einer befreundeten Familie kann ein schönes Sonntagsritual sein, dass allen Bedürfnissen gerecht wird.
5. Erwartungen loslassen
Ganz ehrlich: Der Sonntag mit kleinen Kindern wird nicht mehr so ruhig sein wie in der Zeit vor den Kindern. Manchmal machen uns die eigenen Erwartungen den größten Stress. Den Sonntag, an dem wir so richtig zur Ruhe kommen, die Wohnung ordentlich bleibt und das Essen drei Gänge hat, wird es womöglich erst wieder geben, wenn alle ausgezogen sind. Bis dahin gehen wir kleine Schritte. Manchmal auch zwei vor und einen wieder zurück. Wir fangen damit an, samstagabends die Wäsche hinters Sofa zu schieben, Tiefkühlpizza einzukaufen und uns mithilfe einer Sanduhr Lesezeit zu gönnen. Wir arbeiten uns langsam vor und feiern die kleinen Erfolge.

Sarah Franke ist Erzieherin und Gemeindepädagogin. Sie lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald und bloggt unter www.raeuberliebe.blog, Instagram: @raeuber.liebe

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Family FIPS 4/25: Bibel-Kreativ-Tipp „Zwillinge im Streit“

Hintergrund
Die Ausgabe 4/25 von Family FIPS erzählt die Geschichte der Zwillinge Jakob und Esau. Die hier erlebbaren Bibeltexte aus 1. Mose 25,19-34, Kapitel 27, 28 und 33 erzählen davon, wie sich der Jüngere Jakob das Erstgeburtsrecht und den Segen des Vaters erschleicht, der eigentlich dem Älteren gelten sollte und wie dennoch sichtbar wird, dass Gott ihn auf der Flucht begleitet und schützt.
Ich bin mir sicher, dass Gott euch und euren Kindern nachgeht und nah sein möchte.

Für kochende Familienmomente: Linsensuppe
Die Linsensuppe von Jakob muss für Esau so verlockend gewesen sein, dass der hungrige Jäger Esau dafür sein Erstgeburtsrecht abgibt. Normalerweise sind meine Kinder keine Linsensuppenfans, aber gemeinsames Schnippeln und Rühren weckt Neugierde.

Ich empfehle für 3 Portionen Linsensuppe dieses Rezept unserer Oma:
• eine Dose Linsen mit Suppengrün
• 2 Kartoffeln
• etwas Wasser zum Garen der kleingeschnittenen Kartoffeln
• je nach Bedarf 2 (vegetarische) Würstchen

 

 

Die kleingeschnittenen Kartoffeln werden im Wasser etwa 15 Minuten gegart. Den Inhalt der Dose hinzugeben und mit den klein geschnittenen Würstchen erhitzen.
Am besten schmeckt die Linsensuppe aus selbstbemalten Suppenschälchen.

 

Linsen zum Fühlen 
Werden getrocknete Linsen (noch) nicht gegessen, dann werden sie genau betastet. Ähnlich wie Issak, der Vater von Jakob und Esau, auch getastet und gefühlt hat. Füllt Schüsseln mit den getrockneten Hülsenfrüchten und vergrabt die Hände darin. (Unsere Oma war doch etwas erstaunt, als sie uns besuchte und die Kinder gerade in den Schüsseln fühlten. Die Linsen eignen sich aber auch danach noch zum Basteln oder Keimen wie unten beschrieben …)

 

Zum Experimentieren: Linsen-Sprossenzüchtung 
Ich bestellte – aufgrund meines nicht vorhandenen grünen Daumens – etwas skeptisch ein Keimglas. Für unser Experiment eine Portion Linsen im Glas einweichen und nach zwölf Stunden das Wasser abgießen. Bei uns gab es schon an Tag 1 große Aufregung, als die winzigen weißen Spitzen der Sprossen zu sehen waren. Die Kinder wurden begeisterte Beobachter. (Das Verkosten allerdings verlief etwas zurückhaltender.)

 

Ihr braucht für das Experiment:
• ein Keimglas
• getrocknete Linsen
• Wasser
• Etwas Geduld und Entdeckerneugier

 

 

Das Keimglas kommt mit einer Anleitung, wie die Linsenkeimlinge täglich gespült und zum Abtropfen schräg aufgestellt werden. Nach drei bis vier Tagen sind die Sprossen so weit aus den Linsen gewachsen, dass sie mit den Linsen gegessen werden können. Die wachsenden Sprossen können dann auf Butterbrot, in Salaten oder als einfache Mutprobe gekostet werden.

Bärte und fellige Armbänder 
Der alte und sehbehinderte Isaak verwechselt in der biblischen Geschichte seine Söhne, weil Jakob seine Arme mit Fell umwickelt hatte.
Für unser Tastspiel werden mit einem Schal die Augen locker verbunden und tastend Familienmitglieder erraten. Woran erkennt ihr sie mit geschlossenen Augen?

 

Ihr braucht für das Tasten:
• einen Schal für das Verbinden der Augen
• Papprollen von Toilettenpapier
• doppelseitiges Klebeband oder Klebestifte
• Wolle oder kleine Kunstfell-Stücke
• Feste Pappe
• Gummibänder
• Scheren

 

 

Für eine behaarte Esauverkleidung werden die Papprollen aufgeschnitten und mit Wollresten und künstlichen Fellstücken beklebt. Esau hatte bestimmt einen Bart. Bastelt Bärte auf Pappuntergründen, befestigt daran Gummibänder und haltet sie auf lustigen, bärtigen Familienfotos fest.

Die Bilder können euch daran erinnern: Ob im Streit oder in der Versöhnung, ihr seid Familie und gehört zusammen!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar. Einige Ideen zu dieser Einheit finden sich auch in ihrem Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein“.