Ab in den Kindergarten – aber welchen?

„Generell sollte die Suche nach einem Kitaplatz so früh wie möglich beginnen“, rät Nadine Jung vom Landkreis Gießen mit Blick auf die Wartelisten, die in manchen Städten und Regionen sehr lang sein können. Einen Überblick über die jeweilige Platzsituation kann die Gemeinde- und Stadtverwaltung im Wohnort geben, die gleichzeitig auch Träger vieler Kitas ist.

Dort oder auf der Homepage der Kitas sind erste Informationen zu pädagogischen Ansätzen, Räumlichkeiten, Gruppengrößen und Konzeptionen zu finden. So können sich Eltern einen ersten Eindruck verschaffen und entscheiden, was zu den persönlichen Vorstellungen passt. Dies ist individuell verschieden und variiert von der örtlichen Distanz über den Betreuungsschlüssel, also wie viele Erzieherinnen im Kindergarten wie viele Kinder betreuen, bis hin zum Betreuungskonzept, das in der Einrichtung angewandt wird.

Offen, teiloffen und geschlossen?

Die Konzepte in den Kindergärten variieren zwischen offen, teiloffen und geschlossen. In einer geschlossenen Gruppenarbeit wird ein Kind einer Gruppe mit festen Erzieherinnen zugeteilt. In dieser halten sich die Kinder während des gesamten Kindergartentages auf. Nur am Rande, beim gemeinsamen Spiel auf dem Kindergartenspielplatz oder bei Festen, gibt es Kontakt zu den Kindern der anderen Gruppen.

Beim teiloffenen Konzept sind die Kinder nur am Tagesbeginn und -ende in ihrer Stammgruppe. Nach einem gemeinsamen Start werden die anderen Gruppen für die Kinder geöffnet und sind für alle Kinder frei zugänglich. Ganz auf Gruppen verzichtet wird in Kindergärten mit offenem Konzept. Die Räume, die den Kindern zur Verfügung stehen, sind themenorientiert. Es gibt zum Beispiel einen Kreativraum, einen Bewegungsraum oder Rückzugs- und Ruheraum. Die Kinder können frei wählen, mit wem sie wann welchen Aktivitäten nachgehen möchten.

Menschenbilder sind verschieden

In Deutschland wird ein Drittel aller Kindergärten von den Städten und Kreisen getragen. Der größte Teil der Einrichtungen wird von freien Trägern wie Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen oder Elterninitiativen geleitet. In der Schweiz sind rund 90 Prozent aller Kitas als Verein, GmbH, Stiftung oder Betriebskita privat organisiert und werden zu durchschnittlich zwei Dritteln durch Elternbeiträge finanziert. Dadurch sind die Betreuungskosten deutlich höher als in Deutschland.

In Deutschland wie in der Schweiz prägt der jeweilige Träger das der Einrichtung zugrunde liegende Menschenbild und kann humanistischer, christlicher, anthroposophischer oder anderer Natur sein. Das christliche Menschenbild wird vor allem in Kindergärten gelebt, die in kirchlicher Trägerschaft sind. Es gibt evangelische und katholische, aber auch freie Bekenntniskindergärten, die sich etwa im Verband Evangelischer Bekenntnisschulen und Kitas (VEBS) zusammengeschlossen haben. Christlichen Kindergärten gemein ist, dass die Kinder entsprechend dem christlichen Weltbild erzogen werden. Nächstenliebe und die Gebote Gottes sowie seine Liebe zu den Menschen stehen im Fokus. Wie diese Werte konkret im Kita-Alltag gelebt werden und welche Rolle christliche Elemente spielen, kann im Gespräch mit der Leitung oder direkt mit den Erzieherinnen geklärt werden.

Ruth Korte ist zweifache Mutter aus Gießen, arbeitet als freie Redakteurin bei Family und hat in ihrem früheren Leben Erzieherin gelernt.

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

 

 

Bibel-Kreativ-Tipp: Ein Stern weist den Weg

Family-FIPS-Bibelgeschichte: Ein klitzekleiner König: Hintergrund

In der Ausgabe 1/23 von Family FIPS geht es um die besondere Nacht, in der Jesus geboren wird. Ich wünsche Ihnen die Gewissheit, dass diese gute Botschaft, die von den Hirten als Erstes und von den Sterndeutern in der Fremde gehört wurde, auch Ihnen gilt! Gottes Sohn ist als Kind für uns auf die Erde gekommen. Vielleicht möchten Sie auch diesem Stern folgen, um zu sehen, was er für Sie bedeuten könnte? Ich bin mir sicher, dass Gott Sie auf Ihrem Weg begleiten möchte.

 

Die Sterndeuter machten sich auf den Weg: Kameltasche

Die Sterndeuter machten sich mit Geschenken auf zum Jesuskind. Mit dieser Kameltasche begeben Sie sich zwar nicht auf lange Reisen, aber möchten Sie darin vielleicht ein kleines, feines Weihnachtsgeschenk verpacken?

Katrin Grieco

Für die Runde Variante werden zwei Pappteller an einer Rundung abgeschnitten, so dass etwas mehr als ein Halbkreis übrigbleibt. Eckige Pappteller müssen gar nicht zerschnitten werden.

Die beiden Teller werden mitsamt des Pfeifenreinigers, der als Henkel dient, aneinander geheftet. Mit Wasserfarben, buntem Klebeband, Stempeln oder deckenden Stiften werden die Taschen bunt verziert.

Sie brauchen:

–           Pappteller

–           Schere

–           buntes Klebeband, Wasserfarben, Stempel oder Filzstifte

–           Pfeifenreiniger

–           Tacker

 

 

 

Die Sterndeuter folgten dem Stern: Kreide-Spuren

Vielleicht wollen Sie in der Vorweihnachtszeit etwas Bewegung in die Familie bringen oder Sie suchen am Weihnachtstag noch einen Grund, die Kinder aus dem Haus zu bekommen?

Dann bereiten Sie doch eine Sternensuche durch die Nachbarschaft vor. Mit Straßenkreide wird der Weg markiert und gemeinsam können Sie dem Stern folgen – so, wie die Weisen es getan haben. Vielleicht mag auch eine Person aus der Familie mit etwas Vorsprung vorgehen und die anderen folgen?

 

Der Stern erleuchtete den Weg: Holz-Sterne 

Für die Holz-Sterne aus Wäscheklammern werden im ersten Schritt die Metallklammern vom Holz getrennt. Dafür werden die Holzklammern in sich verdreht. Bitte hier auf ein Verletzungsrisiko bei Kinderhänden achten und helfen!

Für Variante 1 werden fünfmal zwei Einzelklammern mit dem Rücken zueinander geklebt. Das ist mit einer großen Portion Klebestift möglich oder für Ungeduldige mit Erwachsenenhänden mit Heißkleber.

Katrin Grieco

Auf einer Bastelunterlage kann der Stern trocknen und währenddessen Variante 2 geklebt werden. Dabei werden die oberen Enden der Klammern aneinandergeklebt. Damit die fünf Klammerpaare auch als Stern halten, werden fünf Pappstreifen zugeschnitten und an die Verbindungen der Zacken geklebt.

In der Zwischenzeit können Holzperlen auf Geschenkband gefädelt werden. Als Aufhänger der Kette kann eine der Metallklammern dienen.

Wenn die Sterne trocken sind, können sie mit weiteren Holzperlen, kleinen Aufklebern oder Filzstiften verziert und mit der Perlenkette aufgehängt werden.

 

Sie brauchen:

–           Holz-Wäscheklammern (fünf pro Stern)

–           Geschenkband und Schere

–           Holzperlen zum Verzieren, kleine Aufkleber oder Filzstifte

–           Pappe

–           Klebestifte, Holzleim oder noch besser: Heißkleber

–           Bastelunterlage

 

Ich wünsche Ihren Kindern und Ihnen in der Adventszeit die Gewissheit: Gott hat auch für Sie ein besonderes Geschenk auf diese Welt gesandt. Und auf dem Weg zu Jesus sind wir miteinander unterwegs und Gott möchte uns den Weg heller machen.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin für bunte Geschichten mit rotem Faden. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen, wie in ihrem Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein.“  (Saatkorn-Verlag).

 

Katrin Grieco

 

Bibel-Kreativ-Tipp: Zachäus und der besondere Gast

Zachäus trifft Jesus
In der Ausgabe 6/22 von Family FIPS geht es um die Geschichte des Zöllners Zachäus, der hört, dass Jesus in seine Stadt kommen wird. Durch seine Arbeit und seine Betrügereien wird er von den anderen Einwohnern abgelehnt und auch nicht durchgelassen, um Jesus zu sehen.
Zachäus ist klein und klettert also auf einen Baum am Straßenrand, um dort einen Beobachtungsposten zu beziehen. Als Jesus die Straße entlangkommt, bleibt er genau vor diesem Baum stehen, bittet Zachäus, herunterzuklettern und kündigt an, dass er bei ihm essen möchte. In der Bibel steht, dass Zachäus ihn mit Freuden aufnimmt. Aus dieser ungewöhnlichen Begegnung entsteht eine Beziehung und Freundschaft, die Zachäus verändert: Er kündigt an, das ergaunerte Geld zurückzuzahlen und seinen halben Besitz den Armen zu geben.
Ich mag die Vorstellung, dass Gott auch immer wieder Zeit mit Ihnen und Ihren Kindern verbringen möchte. Ich wünsche Ihnen Offenheit für die Spontanbesuche Gottes in Ihrem Leben!

Festessen bei Zachäus: Einladungskarten
Die Geschichte, wie Zachäus von Jesus angesprochen wurde, erzählte ich von der obersten Stufe einer Leiter. Die Kinder waren beeindruckt, als ich schnell herabkletterte, um Jesus in meinem Haus zu begrüßen, und natürlich wollten sie ebenfalls die Leiter hoch- und runterklettern!
Für Zachäus kamen die Aufforderung von Jesus und die gemeinsame Verabredung äußerst überraschend. Vielleicht haben Sie Spaß daran, mit den Kindern Überraschungs-Einladungskarten zu basteln und zu einem spontanen Abendessen einzuladen? Wer in Ihrem Umfeld könnte sich über solch ein Festessen freuen?

Zachäus auf dem Baum: Klettern
Erst kürzlich las ich in unserer Tageszeitung: „Kinder müssen öfter auf einen Baum klettern dürfen!“ In dem Artikel war vom eigenen Selbstbild zu lesen und von der Eltern-Kind-Beziehung.
Diese Geschichte ist doch der perfekte Ausgangspunkt dafür. Und wenn Sie im Garten keinen geeigneten Kletterbaum haben, findet sich vielleicht einer auf den umliegenden Spielplätzen. Mir rutscht immer noch das Herz in die Hose, aber genau darum geht es ja bei diesem „klettern dürfen“! Selbst etwas zu wagen und zu erleben, dass einem auch andere etwas zutrauen.

Zachäus zahlt zurück: Spardosen
Ich bin mir sicher: Gottes Gegenwart macht großzügig. Wenn wir Freundlichkeit und Güte erleben, wollen auch wir etwas davon abgeben. Zachäus versprach, das ergaunerte Geld zurückzahlen und seinen halben Besitz den Armen zu geben. Es muss ja nicht direkt der halbe Besitz sein, aber passend dazu können Sie eigene Spardosen basteln. Vielleicht landen hier regelmäßig bestimmte Münzen, um sie später spenden zu können?
Alles was Sie brauchen sind:
• leere Erdnussdosen mit weichem Kunststoffdeckel
• Scheren
• Klebebänder, Glitzerklebestifte, Glitzersteinchen, buntes Papier und Klebestifte zum Verzieren.

Ich wünsche Ihren Kindern und Ihnen das Erleben: Gott sieht Sie und die Kinder mit Freundlichkeit und Güte an, und er möchte Zeit mit Ihnen verbringen!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin für bunte Geschichten mit rotem Faden. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen, wie in ihrem Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein“ (Saatkorn-Verlag).

Quality Time mit Kindern

Wenn eine Familie wächst, ist das älteste Kind zunächst einmal zu beglückwünschen! Es darf nun große Schwester oder großer Bruder sein. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die einzelnen Beziehungen im Familiengeflecht gepflegt werden können. Wie kann man die Mutter-Tochter-, aber auch die Vater-Sohn-Beziehung besonders gestalten und stärken – besonders dann, wenn Geschwister dazukommen? Ist es überhaupt sinnvoll? Und welche Kraft, welches Potenzial oder welcher Sprengstoff liegen speziell in dieser Beziehung?

Potenzial und Sprengstoff
Tatsächlich räume ich persönlich der Pflege unterschiedlicher Familienbeziehungen einen deutlich höheren Stellenwert ein als der Pflege von Fliesenböden und Polstermöbeln. Sie haben sogar oberste Priorität und sind so verschieden wie einzigartig. Jede von ihnen birgt ein besonderes Potenzial, eine ganz eigene Kraft und je nach Lebenslage auch eine gehörige Portion Sprengstoff.
Dabei ist es für mich unerheblich, ob es sich um Mutter-Tochter-, Vater-Tochter-, Vater-Sohn- oder Mutter-Sohn-Konstellationen handelt. Jedes Kind möchte gesehen und wahrgenommen werden. Jede Mischung ist etwas ganz Besonderes und möchte in ihrer Exklusivität gepflegt und gewürdigt werden. Im wuseligen Alltag kann das schon einer Herkulesaufgabe gleichkommen. Manchmal bleiben für die Beziehungspflege nur ein paar Minuten am Abend auf der Bettkante, auf eine Bilderbuchlänge oder zwei, eine Runde Kuscheln, Hinhören und Gedankenaustauschen. Manchmal muss man sich die Zeit einfach nehmen und bewusst einplanen. Gemeinsame Interessen entdecken und pflegen, an denen die anderen nicht so viel Freude haben.

Zeit verschenken
Eine gute Idee und immer lohnend ist das Verschenken gemeinsamer Zeit. Ein Ausflug nur für uns beide, ein Nachmittag nur du und ich. Je mehr es gelingt, diese einzelnen, absolut exklusiven Beziehungsstränge zu pflegen, einander also nicht nur als Familienknäuel wahrzunehmen, desto besser kennen wir einander, entdecken wir Verbindendes und teilen wir Gemeinsamkeiten, die wir mit den anderen nicht haben. Auch die, die wir aufgrund unseres Geschlechtes haben. Die Interessen, die mich mit meinen Töchtern verbinden, sind andere als die, die ich mit meinen Söhnen teile. Über manche Dinge sprechen sie nur mit mir, vor allem jetzt, wo sie älter werden. Genauso, wie es spezielle Vater-Tochter-Themen und Gemeinsamkeiten gibt. Ich kann von meinen Töchtern lernen und sie von mir. Ebenso ergeht es mir mit meinen Söhnen.
Beziehungen jedweder Art sind keine statischen Gebilde. Sie verändern sich, bleiben formbar und im steten Wandel. Mal ist der Vater eine stärkere Bezugsgröße, mal die Mutter, manchmal besetzt eben jeder auch eine spezielle Position. Je nach Alter hat dies sicherlich auch etwas mit dem Geschlecht zu tun. Vor allem aber sind es absolut einzigartige Beziehungen zwischen zwei absolut einzigartigen Menschen.
Ja, ich finde durchaus, dass man als Mutter ein besonderes Augenmerk auf die Beziehung zur eigenen Tochter legen sollte. Genauso wie auf die Beziehungen zu den Söhnen.

Sandra Geissler lebt mit ihrer Familie in Nierstein und bloggt unter 7geisslein.wordpress.com. 

Dieser Text ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Streit im Kindergarten

Steit im Kindergarten – das kommt immer mal vor. Meistens handelt es sich dabei um Lappalien wie, dass beide zur gleichen Zeit dasselbe Spielzeug haben oder in dieselbe Rolle schlüpfen wollen. Für manche Kinder hat das aber zur Folge, dass sie manchmal gar nicht mehr in den Kindergarten gehen möchten. Wenn es so weit kommt, ist es wichtig, dass die Gefühle des Kindes ernst genommen werden. Es mag sein, dass ein Streit um dasselbe Spielzeug oder die Frage danach, wer welche Rolle im gemeinsamen Spiel haben darf, für Erwachsene nach einer Lappalie klingt. Für Kinder in diesem Alter sind solche Fragen aber sehr wichtig.

Miteinander spielen und interagieren ist ja die Hauptaufgabe unserer Kinder im Kindergarten. Außerdem verbringen sie dort einen großen Teil ihres Tages. Wenn es immer wieder zu Konflikten kommt, dann ist es normal, dass das Kind wenig Lust hat, sich dieser Situation auszusetzen.

Unterlegen oder stärker?

Ein Gespräch mit den Erzieherinnen zu suchen und etwas mehr über die Streitereien in Erfahrung zu bringen, kann hilfreich sein: Interessant wäre zu wissen, wie die Auseinandersetzungen ablaufen. Finden die beiden Streithähne gemeinsam Kompromisse oder gibt es ein Ungleichgewicht bei der Frage, wer zurückstecken muss? Welche Rolle nehmen die Erzieherinnen in diesen Konflikten ein? Wie wird zwischen den Kindern vermittelt? Welche anderen Spieloptionen hat das Kind im Kindergarten, wenn das Zusammensein mit bestimmten Kindern so schwierig ist?

Es kann zum Beispiel sein, dass es dem Kind schwerer fällt, seinen Standpunkt zu vertreten, weil andere Kinder besser in der Lage sind zu argumentieren. Die Spanne der sprachlichen Fähigkeiten geht in diesem Alter ja weit auseinander. Gerade deshalb werden Konflikte oft auch noch körperlich ausgetragen, was entweder dazu führt, dass einzelne Kinder sich häufig unterlegen fühlen oder aber, dass sie die stärkeren sind und deswegen häufiger geschimpft oder bestraft werden. In diesem Fall wäre gar nicht der Streit das eigentliche Problem, sondern die Reaktionen der Erwachsenen.

Zu Hause üben

Bei Konflikten zwischen Kindern in diesem Alter geht es ja immer auch um das Erlernen von Verhandeln und von Kompromissbereitschaft. Beides können Sie gut mit Ihrem Kind zu Hause üben. Wenn Sie beide unterschiedlicher Meinung über Dinge im Familienalltag sind, ermutigen Sie Ihren Nachwuchs ruhig einmal, seinen Standpunkt auszudrücken und schenken Sie ihm Gehör. Gerade bei Dingen, die Ihnen nicht ganz so wichtig sind, lassen Sie das Kind auch einmal die Erfahrung machen, dass seine Worte etwas bewirken können.

Ebenso können Sie Situationen, die im Kindergarten mit anderen Kindern auftreten, zu Hause nachbesprechen. Und Sie können zusammen überlegen, welche Kompromisse Ihnen zu den jeweiligen Themen einfallen. So bekommt Ihr Kind Lösungsideen, auf die es im Kindergarten zurückgreifen kann.

Daniela Albert ist Erziehungswissenschaftlerin und Eltern- und Familienberaterin (familienberatung-albert.de). Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Kaufungen.

Der Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Bibel-Kreativ-Tipp: Ein Auftrag und Versprechen für Mose

Mose am Dornbusch: Hintergrund

In der Ausgabe 5/22 von Family FIPS geht es um die Geschichte von Mose, der aus Ägypten geflohen ist und als Schafhirte in der Wüste einen brennenden Dornbusch sieht. Der Dornbusch verbrennt nicht in den Flammen und für Mose wird deutlich: Hier nähert er sich der Gegenwart Gottes. Mose zieht aus Respekt seine Schuhe aus und bekommt einen Auftrag von Gott. Gleichzeit versichert ihm Gott, dass er Mose stets begleiten wird.

 

Bild: Katrin Grieco

Mose und der Dornbusch: Windlicht basteln

Mose hütet Schafe, als er den Dornbusch aus der Ferne sieht. Für ein Dornbusch-Windlicht benötigen Sie

  • Gläser
  • Seidenpapier
  • Scheren
  • Klebestifte
  • einen schwarzen Glasmalstift oder Tonpapier
  • ein künstliches Teelicht

 

Bekleben Sie die Gläser von innen mit Seidenpapier. Gestalten Sie mit dem Tonpapier oder den Stiften Äste und Zweige und verzieren das Glas damit von außen. Der „Busch“ scheint mit einem Licht im Glasinneren zu brennen, aber verbrennt doch nicht.

 

Mose zieht seine Schuhe aus: Sandalen basteln

Mose erfährt von seinem großen Auftrag vor dem brennenden Dornbusch. Doch als erstes fordert Gott ihn dazu auf, aus Ehrfurcht seine Schuhe auszuziehen. Basteln Sie mit den Kindern eigenen Mose-Sandalen, um die Geschichte zu vertiefen und mit den Kindern erlebbar zu machen.

Für Moosgummi-Sandalen brauchen Sie je nach Schuhgröße

  • pro Fuß eine Din-A4-Moosgummiplatte
  • pro Schuh eine Musterbeutelklammer
  • Scheren
  • evtl. Verziermaterial und Klebestifte

Zeichnen Sie für einen Schuh aus Moosgummi um den Fuß des Kindes. So erhalten Sie die benötigte Breite und Länge der Sohle. Die Querlaschen werden so breit gezeichnet, dass sie beim Überlappen bequem getragen werden können und mit der Schere ein Loch für die Musterbeutelklammer gebohrt werden kann, um die Sandale zu schließen. Nun können Sie die Geschichte nachspielen.

 

Spiel: Gottes Auftrag für Mose

Gott versichert Mose, dass er das Leid gesehen hat, was das Volk Israel in Ägypten erdulden muss. Mose erhält die große Aufgabe von Gott, sein Volk zu retten und es aus Ägypten herauszuführen. Dazu muss Mose genau hinhören.

Für dieses Spiel benötigen Sie eine Glocke oder Pfeife und eine Möglichkeit, die Augen zu verbinden. Das Kind mit den verschlossenen Augen muss sich durch den Raum bewegen und genau hinhören. Kann es rausfinden, von woher das Geräusch kommt, das von den anderen Familienmitgliedern mit der Glocke oder Pfeife erzeugt wird?

 

Gespräch: Ein Versprechen für Mose

Wie Mose auf seinen Auftrag reagiert? Er lehnt zunächst ab. Zu groß scheint ihm die Aufgabe, zu klein sein eigenes Können. Wie gut zu wissen: bei Mose lief auch nicht alles nach Plan. Vielleicht in seinem kleinsten Moment, als normaler und unbedeutender Schafhirte, bekommt er den größten Auftrag. Gott arbeitet mit dem kleinen und schwachen Menschen Mose zusammen, um sein Volk zu retten und Gottes Größe zu zeigen. Und dafür bekommt Mose ein Versprechen Gottes, das ich auch Ihnen wünsche. Gott verspricht: „Ich werde mir dir sein“ (2. Mose 3,12 Neues Leben. Die Bibel)

Ich wünsche Ihren Kindern und Ihnen das Erleben und die Gewissheit: Gott wird mit mir sein! So, wie er es auch damals Mose an diesem Dornbusch versprochen hat.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin für bunte Geschichten mit rotem Faden. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen, wie in ihrem Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein.“ (Saatkorn-Verlag)

 

Bibel-Kreativ-Tipp: Mose – Baby in Gefahr

Mose im Schilf: Hintergrund
In der Ausgabe 4/22 von Family FIPS geht es um die Geschichte des kleinen Baby Mose, der von seiner verzweifelten Mutter in einem kleinen Korb im Nil ausgesetzt wird. Die Mutter möchte ihr Kind vor den grausamen Regeln des ägyptischen Pharaos retten. Ausgerechnet die Tochter des Pharaos findet das Baby im Schilf. Mose wird am Hof des Pharaos sicher aufwachsen und darf weiter von seiner Mutter gestillt werden.
Ich bin sprachlos, wenn ich an die Sorgen, aber auch an den Mut dieser israelitischen Mutter denke. Und ich bin beeindruckt angesichts der Fürsorge Gottes, um genau diesen kleinen Jungen zu beschützen.

Mose im Schilf: Körbchen
Um die Geschichte zu vertiefen und mit den Kindern erlebbar zu machen, können Sie Körbchen aus Moosgummistreifen weben. Moosgummi lässt sich auch mit den kleinsten Kinderhänden wunderbar weich schneiden und mit etwas Hilfe weben.
1. Zunächst werden einige Streifen für den Boden gelegt und gewebt. Damit sie nicht verrutschen, können sie mit Klebeband am Tisch fixiert werden.
2. Nach den ersten drei bis vier Streifen für den Boden werden sie vom Tisch gelöst und aufgerichtet, um sie für den Rand rings um das Körbchen herumzuweben.
3. Klebestreifen halten die einzelnen Stränge zusammen und das Körbchen kann im Waschbecken oder einem nahegelegenen Bach schwimmen. Gemeinsam können Sie auch kleine Gegenstände in das Körbchen legen, die gerettet werden sollen!

Mose im Schilf: Geschichte

Um die Geschichte nachzuspielen, wird ein Muffinförmchen aus Papier zum Körbchen, Streifen von blauem Krepppapier werden zum Wasser des Nils und aus grünem Papier werden Kinderhände umrahmt, ausgeschnitten, und auf einen Pappuntergrund geklebt, um als Schilf am Flussufer zu dienen, in dem sich die Schwester von Mose verstecken und alles beobachten konnte. Nun können Sie mit den Kindern ein gemaltes Baby in das Förmchen gelegt und rettend wieder herausgeholt werden.

Mose im Schilf: Ägyptischer Halsschmuck
Mose wird in seinem Versteck von der Tochter des Pharaos gefunden und darf am Hof aufwachsen. Passend dazu können Sie Pappteller in ägyptischen Halsketten verwandeln.
Alles was Sie brauchen sind
• Pappteller
• Scheren
• Stifte
• Glitzerklebestifte, Glitzersteinchen und Klebestifte
Vielleicht wollen Sie in Ihren neuen Halsketten noch getrocknete Datteln kosten oder Granatapfelkerne probieren? Sie könnten auch Fladenbrot backen und mit gerösteten Zwiebeln ägyptisch genießen und die Rettung von Mose feiern.

Ich wünsche Ihren Kindern und Ihnen das Erleben: Gott sieht und schützt Sie und die Kinder!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin für bunte Geschichten mit rotem Faden. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen, wie in ihrem Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein.“  (Saatkorn-Verlag)

Kleinkinder und Medien – eine Balance finden

Victoria Hellberg von der Landesanstalt für Medien NRW erklärt im Interview, wie für Kleinkinder und deren Eltern der Einstieg in die digitale Welt gelingt.

Addiert man die Zahlen der miniKIM-Studie 2020, beträgt die geschätzte tägliche Nutzungsdauer verschiedener Medien ohne Bücher durch Kleinkinder 112 Minuten. Wie viel Medienkonsum würden Sie empfehlen?
Victoria Hellberg: Bei den Zwei- bis Dreijährigen empfehlen wir maximal zehn Minuten am Tag. Für Kinder in diesem Alter ist das alles neu und aufregend, und das Gesehene muss erstmal verarbeitet werden. Bei den Vier- bis Sechsjährigen sollten es maximal 30 Minuten am Tag sein, aber nicht täglich. Das sind nur Richtwerte, die individuell an jedes Kind angepasst werden können.

Wie gelingt der Einstieg in die digitale Welt?
Am besten Schritt für Schritt und gemeinsam mit den Eltern. Kleinkinder ganz davor zu bewahren, funktioniert nicht. Kinder wachsen von Beginn an in einer medialen Umwelt auf. Deshalb sollten Eltern altersgerechte Medien aussuchen und Interesse für die Reaktion des Kindes zeigen. Auf keinen Fall sollten sie ihr Kind allein mit den Medien lassen.

Wie gewährleisten Eltern, dass ihre Kinder altersgerechte Inhalte konsumieren?
Es gibt viele Angebote, um sich vorab über Inhalte zu informieren. Beim Fernsehen ist das die Programmberatung „Flimmo“. Wenn es um kindgerechte Internetseiten geht, dann ist „Seitenstark“ zu empfehlen und über Apps können sich Eltern beim „Internet ABC“ informieren.

Wie lernen die Kinder Medienkompetenz?
Kleinkinder lernen, indem sie ihre Vorbilder nachahmen. Wenn die Eltern sich gemeinsam mit den Kindern den digitalen Medien annähern, tragen sie viel dazu bei, dass ihre Kinder medienkompetent werden und lernen, Medien selbstbestimmt zu nutzen. Außerdem ist es wichtig, dass Eltern begründen, warum die Kinder zum Beispiel eine Serie nicht schauen dürfen.

Wie können Eltern gute Vorbilder sein?
Eltern sollten ihren eigenen Medienkonsum kritisch hinterfragen. Wenn ich möchte, dass beim Abendessen der Esstisch für mein Kind eine handyfreie Zone ist, dann muss er das auch für mich sein. Eltern sollten auch reflektieren, was sie ihrem Kind vermitteln, wenn es malt und sie danebensitzen und die ganze Zeit mit dem Smartphone beschäftigt sind. Es sollte ein guter Mittelweg gefunden werden.

Wann ist ein Kind bereit, den Fernseher oder ein Smartphone zu nutzen?
Der Fernseher und kurze Kindergeschichten auf YouTube sind ein guter Einstieg für Kinder in das Thema Bildschirmmedien. Kurze Episoden können sie gut verarbeiten, wenn die Eltern sich anschließend aktiv mit ihnen darüber austauschen. Ein Smartphone mit Internetzugang ist erst ab zwölf Jahren zu empfehlen. Gerade bei Kleinkindern kann man das Smartphone aber bereits nutzen, um zusammen Fotos anzuschauen oder mit den Großeltern zu facetimen.

Interview: Pascal Alius

Dieses Interview ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Hilfreiche Websites:
www.internet-abc.de
www.flimmo.de
www.fragzebra.de
www.klicksafe.de
www.schau-hin.info
www.familieundmedien-nrw.de

Kreativ in der Osterzeit: Das Freundschaft-Erinnerungsfest

Freundschafts-Erinnerungs-Fest: Hintergrund
Wenn ich meine Jüngste zum Kindergarten gebracht habe, bot mir nicht selten dieses Bild: Zeitgleich kam ihre beste Freundin die Straße entlang, beide rannten los und flogen sich in die Arme. Wie gut würde es uns heute – auch als Große – tun, auf Freunde zuzurennen und einander zu umarmen.
Auch in den Ereignissen rund um Ostern geht es um Freundschaft – es ist auch die Geschichte von Petrus und seinem Freund Jesus. Petrus hatte viel mit Jesus erlebt und immer wieder versichert, dass nichts und niemand ihre Freundschaft zerstören könne.
Und dann wird Jesus verhaftet und Petrus behauptet drei Mal, er würde Jesus nicht kennen und sie wären nie Freunde gewesen. Was er daraufhin hört, ist ein krähender Hahn. Dieses Hahnenkrähen hatte Jesus ihm schon vorausgesagt. Doch Jesus verzeiht später seinem Freund den Verrat. Ostern ist für mich also auch ein Fest der Freundschaft!

Freundschafts-Erinnerungs-Fest: Blumenschmuck
Auf jeden Fall eignen sich gelb leuchtende Osterglocken und Tulpen als Blumenschmuck im Haus. Und eine Bodenvase mit Zweigen. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann sehe ich sattgelbe Forsythienzweige und zartrosafarbene Kirschblüten. Nach den tristen und grauen Farben der Wintermonate sind das für mich richtige Frühlingshoffnungsboten, die bunt und fröhlich sind.

Freundschafts-Erinnerungs-Fest: Festtafel-Dekoration
Für die festliche Tafel kleben wir einen Hahnenserviettenhalter aus Toilettenpapierrollen. Dafür wird eine Rolle halbiert die eine Hälfte eingeschnitten, um einen kleineren Kopf auf den dickeren Bauch setzen zu können. Aus Pappe kleben wir noch einen kleinen Schnabel auf, malen dem Hahn Augen und kleben aus Federn einen fantasievollen Hahnenkamm auf den Kopf. Serviette rein – und fertig. Wir gingen mit den Serviettenhaltern direkt in Serie, um kleine Geschenke für unsere Freunde zu kleben.

Freundschafts-Erinnerungs-Fest: Süße Hähne
Das Rezept bekam ich im ersten Kindergarten meiner Tochter und ich backe es noch heute gerne. Sie benötigen dafür:
250 g Magerquark
9 EL Öl
9 EL Milch
120 g Zucker
1½ Päckchen Vanillezucker
1½ Päckchen Backpulver
450 g Mehl
Zuerst werden Quark, Öl, Milch, Zucker und Vanillezucker verrührt Anschließend werden portionsweise Mehl und Backpulver untergeknetet. Den Teig nicht zu dünn ausrollen, Hähne ausstechen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad 15 Minuten backen.

Ich wünsche Ihnen für diese Osterzeit ein hoffnungsvolles und kreatives Freundschafts-Erinnerungs-Fest!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin für bunte Geschichten mit rotem Faden. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen, wie in ihrem Buch „Wenn Frösche Feste feiern“.

„Das schaffst du doch mit links!“ Linke Hand – rechte Hand

Ein Interview mit der Psychotherapeutin Dr. Johanna Barbara Sattler zu der Frage, ob Kinder, die mit der linken Hand malen, essen und basteln, dies genauso geschickt können wie ihre rechtshändigen Freundinnen und Freunde.

Ab welchem Alter können Eltern erkennen, ob ihr Kind Rechts- oder Linkshänder ist?

Bei manchen Kindern sieht man es schon sehr früh. Bei den meisten klärt es sich bis zum Alter von drei bis vier Jahren. Wenn es bei einem Vierjährigen noch nicht klar ist, sollte man mit dem Kinderarzt sprechen, was die Gründe dafür sein könnten. Bei diesen Kindern gibt es manchmal auch motorische Probleme oder Auffälligkeiten. Dann ist es sinnvoll, therapeutisch einzugreifen.

Manche Eltern, deren Kind häufig die linke Hand benutzt, hoffen, „dass sich das noch gibt“. Ist diese Hoffnung berechtigt?

Bei Linkshändern ist die gegenüberliegende, also die rechte Gehirnhälfte motorisch dominant, sie gibt die stärkeren Signale. Eltern sollten nicht versuchen, das Kind zur Benutzung der rechten Hand anzuregen oder es gar umzuschulen. Denn wenn ein Kind in die falsche Händigkeit kommt, kann das negative Auswirkungen haben wie Konzentrationsstörungen oder Lernschwierigkeiten. Deshalb sollten Eltern nicht versuchen, das Kind zu beeinflussen. Wenn die Händigkeit unklar ist, sollten sie zum Beispiel das Besteck mittig in den Teller legen und dem Kind die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche Hand es nimmt.

Und wenn Eltern sicher sind, dass das Kind ein Linkshänder ist?

Dann sollten sie das Glas oder Besteck auf die linke Seite legen oder stellen. Damit verhindern sie, dass das Glas umfällt oder dass der Ärmel immer durch die Suppe geht. Außerdem sollten sie rechtzeitig auf eine lockere Mal- und Schreibhaltung bei ihrem Kind achten. So helfen sie dem Kind, dass es später nicht über das gerade Geschriebene wischt und dass es den Text gut lesen kann und nicht mit der Hand verdeckt. Dazu gibt es für linkshändige Kinder auch vorbereitende Kindergruppen, die seit der Coronapandemie auch online angeboten werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Linkshänder und Linksfüßer?

Was wir mit den Händen und was wir mit den Füßen tun, ist grundlegend unterschiedlich. Füße brauchen Gleichgewicht. Um mit einem Bein zu schießen, muss man auf dem anderen Bein gut stehen können. Deshalb kommt es oft vor, dass ein Kind, das eigentlich linkshändig ist, mit dem rechten Fuß schießt – und umgekehrt.

Sollten Eltern die ErzieherInnen im Kindergarten auf die Linkshändigkeit hinweisen?

Ich würde nachfragen, wie sie mit Linkshändern umgehen und ob sie Linkshänder-Scheren haben. Es ist auch wichtig, dass das Kind beim Essen und Basteln nicht rechts von einem Rechtshänder sitzt, sonst kommen sich die beiden in die Quere.

Interview: Bettina Wendland

Dr. Johanna Barbara Sattler leitet die erste deutsche Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder.

Dieser Beitrag ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.

Medientipps
www.linkshaender-beratung.de
Mein Linkshänder-Starterset (Auer Verlag): Die Box enthält Anspitzer, Schere, Stifte-Grips, Schreibtischvorlage und Elefantenrüssel als Abstandhalter für das Schreibenlernen in der Kita sowie ein Heft mit Infos zur Linkshändigkeit.
J. B. Sattler: Schreibvorübungen für Linkshänder mit Jobasa (Auer Verlag): Das Buch hilft linkshändigen Vorschulkindern, eine lockere Schreibhaltung zu entwickeln.