Family FIPS 1/26: Bibel-Kreativ-Tipp: „Das allererste Weihnachtsfest“

Hintergrund

Die Ausgabe 1/26 von Family FIPS greift die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2,1-20 auf. Es geht es um Maria und Josef, die sich auf den Weg nach Bethlehem machen, wo Jesus geboren wird. Die Hirten auf den Feldern erfahren durch Engel von der großen Freude, die ihre dunkle Nacht hell macht.

Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch diese große Freude inmitten von Alltagstrubel, Sorgen oder Ängsten zusprechen möchte. Mit Jesus wird es hell bei uns Menschen und genau das wird mit den Kreativ-Tipps erlebbar.

Foto-Geschichte

Während in der Adventszeit jede Menge Fotos entstehen, wäre es doch mal denkbar, ein Gruppenbild mit den Menschen, Engeln und sogar Tieren der Weihnachtsgeschichte anzufertigen.

Ihr braucht:

  • Bunten Tonkarton
  • Watte
  • Pappteller
  • Schaschlikspieße
  • Klebeband
  • Klebestifte
  • Schere

 

Für die unterschiedlichen Protagonisten werden gemeinsam Utensilien ergrübelt. Woran könnten die Hirten erkannt werden? Wie könnte ein Schaf sichtbar werden und was bekommen die Engel? Flügel? Oder vielleicht einen Heiligenschein?

All das wird auf bunten Tonkarton vorgezeichnet und ausgeschnitten. Mit dem Klebeband wird es an den Schachlikspießen befestigt (vielleicht wollt ihr hier gegen das Verletzungsrisiko die Spitzen abschneiden?) und schon können die ersten Bilder entstehen.

Wer schlüpft in die Rolle der Schafe? Und wer erhält für das Foto einen Hut oder einen Bart für Josef? Und wie haben sich die Hirten wohl gefühlt, als es plötzlich so hell wurde? Wie haben sich ihre Gesichter verändert? So kann eine ganze Foto-Reihe entstehen, mit der die Weihnachtsgeschichte nachgespielt wird. Und natürlich kommt für die Bilder auch grelles Licht zum Einsatz, wenn die Engel ihre Freude und die gute Nachricht überbringen.

 

Teelichthalter-Engel

Die Engel erscheinen den Hirten auf den Feldern und plötzlich wird es hell! Dafür basteln wir Kerzenhalter aus Modelliermasse.
Ihr braucht:

  • Plätzchenausstecher Engel, Schafe, Hirten
  • Modelliermasse oder Knetmasse
  • Nudelholz
  • Unterlage zum Auswellen der Modelliermasse
  • Christbaumkerzen oder elektrische Teelichter
  • Klebestift, Deko-Material: Glitzer, kleine Steinchen, Pailetten, Filzstifte

Die Modelliermasse auf der Unterlage auswellen und mit den Plätzchenausstechern in Form bringen. Die Masse sollte nicht zu dünn sein, damit die Kerze Halt darin findet. Die Kerze eindrücken und während des Trocknens in der Masse belassen.

Wenn alles ausgehärtet ist, kann der Kerzenhalter verziert werden – und dann Licht in jeden Winterabend bringen.

 

Legebild auf Leucht-Box

Eine transparente Plastikkiste wird mit Lichterkette zum Leuchttisch. Gemeinsam wird die Weihnachtsgeschichte gelegt: Grüne Hügel und Zypressen werden aus Transparentpapier gezupft und gerissen. Dazu werden die Schatten der Schafe und Hirten aus schwarzem Tonkarton ausgeschnitten und auf die Box gelegt. Am Himmel leuchten die Engel aus gelbem und weißem Transparentpapier.

Ihr braucht:

  • Flache Plastikkiste mit transparentem Deckel
  • Lichterkette oder Lichterschlauch
  • Buntes Transparentpapier
  • Scheren
  • schwarzes Tonpapier
  • Bleistift zum Vorzeichnen der Figuren.

Im abgedunkelten Raum kann die Geschichte gelesen werden. Die Figuren werden passend dazu auf dem Leuchttisch ausgelegt und verschoben. Vielleicht habt ihr auch noch Platz auf eurem Leuchttisch für Maria und Josef mit dem Jesuskind?

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder erlebt, wie Gott euch beschenkt und auch in trüben oder düsteren Momenten Licht und Freude schenkt. Die Weihnachtsgeschichte möchte uns ganz besonders daran erinnern.

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar.

 

 

Lispeln

Wenn ein Kind beim Sprechen lispelt, muss es direkt zur Logopädie? Können Eltern daheim etwas tun? Oder wächst es sich sowieso mit der Zeit aus?“

Die kleine Lia rennt aufgeregt zu ihrer Mutter und erzählt, dass der drollige Hund Simson gerade an ihrem Eis geschleckt habe. Dabei sieht die Mutter, dass bei jedem S-Laut Lias Zunge entweder an oder sogar durch die Zähne drückt. Die Mutter lächelt und drückt ihrer Kleinen einen Kuss auf die Wange.
Wenn die Kids klein sind, finden wir es oft niedlich, wenn ihre Zunge zwischen den Zähnen durchguckt und sie lispeln. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem wir es nicht mehr passend finden und uns Sorgen machen, weil gleichaltrige Kinder nicht mehr lispeln. Die Frage steht im Raum, ob das Kind eine logopädische Therapie braucht.

Es entwickelt sich noch
Erstmal zur Beruhigung: Wenn ein Kind mit fünf Jahren noch lispelt, ist es in guter Gesellschaft. Etwa 25 bis 35 Prozent der gleichaltrigen Kinder tun das. Das Kind hat noch Zeit, um seine motorische Entwicklung weiter reifen zu lassen. Insofern das Kind tatsächlich nur lispelt, hat es die Laute bereits richtig erfasst. Es kann „sch“ und „ch“ von den S-Lauten unterscheiden und wirft die Laute beim Sprechen nicht durcheinander. Dann heißt es: durchatmen! Es ist zu erwarten, dass sich das Kind so weiterentwickeln wird, dass es die S-Laute richtig aussprechen kann.
Wenn jedoch nach dem Zahnwechsel der Frontzähne immer noch ein Lispeln vorliegt, ergibt es Sinn, mit einer Therapie zu starten. Es ist außerdem wichtig, darauf zu achten, wie das Kind selbst mit der Situation umgeht. Was meine ich damit? Es gibt Kinder, die sich schon mit vier oder fünf Jahren daran stören, wenn sie lispeln. Vielleicht wurden sie im Kindergarten damit aufgezogen und es hat sie in ihren Sprechfähigkeiten verunsichert. Spätestens dann, wenn ein Kind sehr dadurch entmutigt ist und nicht mehr gern sprechen mag, sollten die Eltern reagieren und logopädische Hilfe in Anspruch nehmen.

„Is will auch Sokolade haben.“
Es kann auch sein, dass ein Kind mit fünf Jahren ein gelispeltes „s“ spricht, obwohl in diesem Wort ein „sch“ oder ein „ch“ nötig gewesen wären. Zum Beispiel: „Is will auch Sokolade haben.“ Das Thema Lispeln darf hier noch getrost außer Acht gelassen werden. Jedoch wäre es wegen der fehlenden „sch“- und „ch“-Bildung wichtig, eine logopädische Therapie zu beginnen. Das Kind hat dann noch nicht die Unterscheidung der Laute „s“ und „sch“ beziehungsweise „s“ und „ch“ erfasst. Das sollte in diesem Alter schon erlernt worden sein. Der Grund hängt wahrscheinlich mit einer mangelnden Hörverarbeitung zusammen. Was bedeutet das? Das eigentliche Hören ist kein Problem, die Ohren funktionieren. Aber die zentrale Verarbeitung der Laute klappt noch nicht so recht. Logopädie kann in diesem Fall weiterhelfen.
Kinder, die lispeln, kann man daheim unterstützend beeinflussen. Ein beliebter Tipp ist, dickflüssigen Joghurt mit einem breiten Trinkhalm zu trinken. So wird die Rückzugsmuskulatur der Zunge aktiviert und die gesamte Mundmuskulatur gestärkt. Intensivieren kann man diese Übung, wenn man nach und nach dünnere Trinkhalme verwendet. Mmh, lecker! Es ist in den meisten Fällen keine Schwierigkeiten, Kinder dafür zu begeistern.

Ina Finis ist Logopädin und Individualpsychologische Beraterin sowie Therapeutische Seelsorgerin in eigener Praxis. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern in Paderborn.

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.