Family FIPS 2/26: Bibel-Kreativ-Tipp: „Jesus und die Kinder“

Hintergrund
Die Ausgabe 2/26 von Family FIPS greift die Begebenheit auf, in der Eltern ihre Kinder zu Jesus bringen, damit sie von ihm gesegnet werden. Im Bibeltext aus Markus 10,13-16 wird deutlich, dass die Jünger um Jesus zwar die Mütter wegschicken wollen, aber Jesus sich gerne Zeit nimmt, ganz besonders für die Kleinsten.
Das macht für mich Gott und Glaube so attraktiv: Die Kinder gehören ausdrücklich dazu! Jesus zeigt, dass Gott den Kindern ganz besonders Gutes tun und zusagen möchte und ihnen seine Hand entgegenstreckt.

Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch und euren Kindern diese Aufmerksamkeit und seinen Segen zusprechen möchte. Die herzlichen Umarmungen und die segnenden Hände werden in diesen Kreativ-Tipps erlebbar.

 

Zum Klecksen & Kleben: Hand-Collage 
Diese Collage könnt ihr mit Farben als Abdrücke gestalten oder auch nur die Umrisse der Hände auf verschiedenfarbiges Papier zeichnen, ausschneiden und übereinander kleben. Sie zeigt: Alle Generationen gehören zusammen und können einander Gutes tun und zusprechen.

Ihr braucht:
• Wasserfarben
• Pinsel
• Wasserglas
• Windelöltücher
• Papier für die Handabdrücke
• Kartoniertes Papier für den Hintergrund
• ggf. Schere
• ggf. Klebestift
Der größte Handabdruck bildet den Hintergrund, bis ganz vorne der kleinste hinzugefügt wird.

 

 

Zum Schneiden: Händekette 
Wann seid ihr als Familie das letzte Mal Hand in Hand spazieren gewesen? Ich liebe es, wenn sich unterwegs so eine kleine Hand in meine schiebt. Diese Momente würde ich am liebsten für immer festhalten. Wie die Mütter wohl mit ihren Kindern zu Jesus gekommen sind? Haltet eure Hand-in-Hand-Momente in einer Papiermännchen-Kette fest.

 

Ihr braucht:
• Papier
• Buntstifte
• Scheren

 

Das Papier wird wie eine Ziehharmonika gefaltet. Auf die oberste Seite wird ein Männchen gemalt, das die Arme bis zum Papierrand ausgestreckt hält. Das Männchen wird mit allen darunter liegenden Papierlagen ausgeschnitten. Dabei darauf achten, dass die Hände in den Knick übergehen.
Jetzt kann das Papier aufgefaltet werden und die einzelnen Figuren können je nach Familienmitgliedern oder auch Freunden angemalt werden.

 

In Bewegung: Stopp-und-Weiter-Spiel

 

Die Jünger wollen nicht, dass die Kinder zu Jesus kommen. Aber für ihn ist niemand zu klein!
Deswegen dürfen bei diesem Bewegungsspiel alle mitspielen. Und je mehr mitmachen, desto besser. Ihr könnt euch dafür Papphände in Rot und Grün basteln, die aus dem Umriss des kleinsten Familienmitglieds entstehen.

 

 

So gehts:
Eine Person spielt einen der Jünger und stellt sich rückwärts zur Gruppe am Ende eines Raumes oder Geländes auf.  Alle anderen stellen sich gemeinsam an der gegenüberliegenden Seite auf. Sie müssen versuchen, sich bis zum Jünger vorzuschleichen, ohne erwischt zu werden. Solange der „Jünger“ den Mitspielern den Rücken zudreht (und dabei die grüne Hand hochhält), dürfen sich alle leise und vorsichtig vorwärts bewegen. Der „Jünger“ kann jederzeit – ohne Vorwarnung – die rote Hand heben und sich schnell umdrehen.

Sofort müssen alle Mitspieler stehen bleiben. Wer sich noch bewegt, wackelt oder das Gleichgewicht verliert, muss zurück zur Startlinie. Danach dreht sich der „Jünger“ wieder um und das Spiel geht weiter. Wer kommt zuerst beim „Jünger“ an? Wenn alle angekommen sind, kann gejubelt und die Rolle des „Jüngers“ neu vergeben werden.

 

Körperumriss: Segensworte auf Papier
Auch im Alltag können wir Segen in unterschiedlicher Form erbitten. Zum Beispiel legen wir uns nacheinander auf Packpapier, umrandeten mit einem Stift den Körperumriss und malen und schreiben in das Innere, wie sehr wir den anderen lieb haben und was wir ihm besonders wünschen. Die Segenswünsche können der Bibel entnommen oder frei formuliert werden.

 

Ihr braucht:
• breites Packpapier, Papiertischdecke oder weiße Tapete
• Bleistift zum Umranden der Figuren
• Bunte Filzstifte, um Segenswünsche zu malen oder zu schreiben

 

 

Legt euch nacheinander auf das Packpapier und umrandet euch gegenseitig. Malt oder schreibt anschließend Segenswünsche, gute Gedanken und liebe Worte füreinander auf.

Hier einige Ideen:
• Gott segne dich.
• Gott beschütze dich.
• Gott behüte dich auf all deinen Wegen.
• Gott sei bei dir, heute und jeden Tag.
• Gott schenke dir Frieden und Ruhe im Herzen.
• Gott erfülle dich mit Freude und Hoffnung.
• Gott gebe dir Mut und Vertrauen.
• Gott tröste dich, wenn du Angst hast.
• Gott begleite dich in allem, was kommt.

 

Ich wünsche euch, dass ihr mit euren Kindern immer wieder erlebt, wie Gott sich Zeit für euch nehmen möchte und dass ihr gewiss sein könnt, dass für Jesus niemand zu klein ist. Er möchte euch mit Gutem beschenken und segnen!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Sie liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen und das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar.

Taschengeld

Spätestens mit der Einschulung bekommen die meisten Kinder ihr erstes Taschengeld. Doch wie lernen die Kleinen einen guten Umgang mit Geld? Wie verstehen sie, was sparen oder spenden bedeutet?

Die Einführung des Taschengeldes ist eine ideale Gelegenheit, um Kindern praktisch zu zeigen, wie Geld im Alltag funktioniert und wie wir damit gut umgehen können. Besonders anschaulich wird das durch ein Taschengeldsystem, das sich aus vier unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzt:

Münzen auf vier Zwecke aufteilen
Beim Taschengeldsystem darf das Kind sein wöchentliches Geld auf vier Bereiche verteilen:
Portemonnaie: für alles, was es direkt ausgeben möchte
Sparen: für größere Wünsche
Investieren: für langfristiges Sparen, bei dem es „Zinsen von Mama“ gibt
Spenden: als Zeichen dafür, wie gut es uns geht und dass wir etwas davon abgeben können

Warum diese vier Bereiche? Weil Geld im Leben nicht nur für das Ausgeben da ist. Kinder lernen auf diese Weise spielerisch, dass man sich Wünsche erfüllen kann – aber eben nicht alle sofort. Sie verstehen dadurch auch, dass Geld (durch Zinsen) arbeiten kann und dass durch Teilen ein gutes Gefühl entsteht.
Hilfreich ist die Regel, dass das Taschengeld jedes Mal auf alle vier Bereiche aufgeteilt werden muss. Keiner der Zwecke darf ausgelassen werden. Wie viel wohin kommt, entscheidet das Kind jedoch selbst. Bei unserem jetzt siebenjährigen Sohn hat sich das mit der Zeit stark verändert. In der Anfangszeit floss fast alles in das Portemonnaie. Der Reiz, sich sofort etwas zu kaufen, war am größten. Inzwischen ist das Investieren sein Favorit. Er hat schnell verstanden: Wenn das Geld dort bleibt, wächst es durch die Zinsen, die ich alle drei Monate auszahle. Diese kleinen Zinszahlungen sind nicht nur ein Anreiz, sondern auch ein kindgerechter Einstieg in ein späteres Finanzverständnis: Geld kann arbeiten, sei es später auf dem Tagesgeldkonto oder an der Börse.

Marmeladengläser gestalten
Mein Tipp für den Einstieg ist, zunächst mit zwei bis drei Euro pro Woche zu starten. Damit lässt es sich gut aufteilen und ausprobieren. Kinder lieben es, Geld sichtbar aufzuteilen – aus diesem Grund nutzen wir dafür Gläser. Das funktioniert zum Beispiel mit Marmeladengläsern gut. Außerdem gibt es ein Portemonnaie, in welches nur das Geld kommt, welches das Kind nach Lust und Laune ausgeben darf, ohne dass wir Eltern dazwischenfunken. Die Gläser  können auch gemeinsam gestaltet werden. Das ist kreativ und bringt Gespräche ins Rollen: Wofür sparen wir? Wem könnten wir mit dem Geld helfen? Was bedeutet langfristig? Was sind denn überhaupt Zinsen?
Ja, anfangs wird das meiste Geld vermutlich in Produkte aus dem Süßigkeitenregal investiert werden. Aber genau da steckt das Lernpotenzial. Fehler? Gibt es nicht! Es gibt nur Erfahrungen. Hier lohnt es sich, geduldig zu bleiben. Das Taschengeld ist ein tolles Übungsfeld für das echte Leben. Wenn Kinder erleben, dass Geld viele verschiedene Aufgaben hat – ausgeben, sparen, vorsorgen, teilen – entwickeln bereits die Jüngsten Stück für Stück einen gesunden und selbstverständlichen Umgang damit. Und das ist in meinen Augen eines der schönsten Geschenke, das wir ihnen fürs Leben mitgeben können.

Deborah Scarpino-Helle ist Mutter von zwei Kindern und Gründerin von „Die Finanzkomplizin“. Sie zeigt Frauen, wie sie Ordnung in ihre Finanzen bringen und mehr aus ihrem Geld machen. www.diefinanzkomplizin.de

Der Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Family erschienen.