Family FIPS 4/26 Bibel-Kreativ-Tipp: „Die Höhle der Löwen“

Hintergrund
In der Ausgabe 4/26 von Family FIPS erleben die Kinder Gott als großen Helfer. Die biblische Geschichte in Daniel 6 erzählt von dem jugendlichen Daniel, der an den Königshof nach Babylon verschleppt wurde. Während Daniel als Kind gelernt hatte, auf Gott zu vertrauen, wird diese Einstellung am Hof des Königs zur Herausforderung. Als Daniel verbotenerweise zu Gott betet, wird er als Strafe in eine Löwengrube geworfen. Aber Gott ist stärker als eine ganze Höhle voller Löwen, er rettet Daniel.
Ich bin mir sicher, dass Gott auch euch und euren Kindern der Helfer sein möchte, auf den Verlass ist. Mit diesen Kreativ-Tipps könnt ihr euch daran erinnern.

Zum Basteln: Löwenteller
In der Löwengrube hat bestimmt ein ganzes Rudel gehaust – deswegen braucht ihr jede Menge Pappteller, Krepppapier, Moosgummi, Wolle und Papier in verschiedenen Gelbtönen. Daraus entstehen Papptellerlöwen, die davon erzählen könnten, was sie in dieser Nacht mit Daniel erlebt haben.

Ihr braucht:
• Pappteller
• Krepppapier in Gelb und Orange
• Moosgummi in Gelb und Orange
• Wolle und Papier in Gelb und Orange
• Scheren
• Stifte für die Gesichter
• Klebestifte
• Evtl. Gummiband

 

Die Löwengesichter bekommen aus dem Material in Gelb und Orange kürzere und längere Mähnen geklebt. Die Teller lassen sich mit Gummiband und Gucklöchern auch in Löwenmasken verwandeln.

Zum Bewegen: In die Löwen-Rolle schlüpfen
Übt gemeinsam, euch auf allen Vieren durch das Raumgehege zu bewegen. Wie könntet ihr heißen, wenn ihr Löwen seid? Ihr könnt
• gähnen,
• brüllen,
• hungrig knurren,
• majestätisch schreiten,
• Mähne schütteln
• Krallen ausfahren,
• aber auch das Maul nicht mehr öffnen können …
… und die Geschichte von Daniel aus Sicht der Löwen erleben. Vielleicht werden euch dabei auch die Pappteller-Masken (s.o.) nützlich sein.

Zum Ausruhen: Löwenkissen ohne Nähen
Daniel erlebte mitten in der Gefahr eine ruhige Nacht, weil er sich in den Händen Gottes geborgen wusste. Solche ruhigen Nächte wünsche ich auch euch. Vielleicht helfen diese Kuschelkissen dabei.

 

Ihr braucht:
• zwei verschiedengroße Topfdeckel als Schablonen
• zwei ausrangierte Fleecedecken oder Kuschelstoffe in Gelb und Orange
• eine stoffschneidende Schere
• Füllmaterial für das Kissen
• Filzstift zum Vorzeichen
• Pluster-Textilfarbe (Sock-Stop-Creme) für das Löwengesicht

 

Auf beiden Fleecedecken wird zunächst ein größerer Kreis aufgezeichnet und darin anschließend ein innerer kleinerer Kreis. Die beiden großen Kreise ausschneiden und immer wieder bis zum Rand des inneren Kreises (ähnlich wie bei Sonnenstrahlen) in regelmäßigen Abständen einschneiden. So entsteht die Löwenmähne. Anschließend beide Farben aufeinanderlegen und je eine Mähnensträhne der gelben Decke mit einer orangen verknoten. Bevor die letzten Strähnen verknotet werden, das Kissen mit Füllmaterial polstern.
Für das Gesicht kommt Sock-Stop-Plusterfarbe zum Einsatz, die auch auf flauschigen Fleece-Decken nicht schmiert. Dabei sollte ein Erwachsener helfen. Und wenn die getrocknet ist, kann gekuschelt werden.

Zum Kneten, Feiern & Essen: Löwenmuffins
Mit gelbem Zuckerfondant, das sich ähnlich wie Knete verarbeiten lässt, werden Löwenverzierungen für Muffins geknetet.

 

Ihr braucht:
• Fondant in Orange und Gelb
• Stift aus Lebensmittelfarbe für das Gesicht
• Knoblauchpressen
• Puderzucker und Wasser als Kleber
• Lieblingsmuffins

 

 

Fondant lässt sich durch kurzes (!) Erwärmen in der Mikrowelle leichter kneten. So können Kugeln gerollt und plattgedrückt werden. Für die Mähne wird Fondant durch eine Knoblauchpresse gedrückt und mit ein paar Wassertropfen aufgeklebt.
Um die Löwengesichter auf die Muffins zu kleben, kann aus Puderzucker mit wenig Wasser ein zäher Kleber angerührt werden.
Daniel und der König haben gefeiert, dass Gott nah ist und hilft – und das könnt ihr auch!

Katrin Grieco ist Sozialpädagogin und Kinderbuchautorin. Sie schreibt, damit Kinder entdecken können: Ich bin wertvoll und werde gesehen. Katrin liebt es, biblische Geschichten für Kinder lebendig werden zu lassen. Das wird in ihren Kinderbüchern in verschiedenen christlichen Verlagen erlebbar, wie mit den Löwen-Ideen aus ihren Buch „Von Fröschen und Pharaonen und der wundervollen Erkenntnis, eine Plage zu sein“.

Bildschirmzeit

Wen Kindergartenkinder traurig oder wütend sind, lassen sie sich meist schnell mit einem Tablet beruhigen. Welche Folgen kann das haben?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Kinder bis circa dem Schulalter noch nicht über die Fähigkeit verfügen, ihre Gefühle selbstständig zu regulieren. Das Gehirn entwickelt sich in Etappen. Der Bereich, der für Impulskontrolle und Beruhigung zuständig ist, reift erst über viele Jahre hinweg. Wenn Kinder weinen, wütend oder verzweifelt sind, brauchen sie daher in erster Linie Co-Regulation, also die Unterstützung eines (ruhigen) Erwachsenen.

Schnelle Beruhigungsmittel
Digitale Medien wirken sehr verlockend und können kurzfristig beruhigend wirken, da sie das Gehirn stark ablenken. Bilder, Geräusche und schnelle Reize überdecken unangenehme Gefühle wie Wut, Traurigkeit oder Frustration. Das Problem dabei ist nicht das Tablet an sich, sondern die Funktion, die es übernimmt! Wird es regelmäßiger genutzt, um Gefühle „abzustellen“, bekommt das Kind keine Möglichkeit, diese Gefühle wahrzunehmen, auszuhalten und zu verarbeiten. Langfristig kann das dazu führen, dass Kinder weniger Zugang zu ihren eigenen Emotionen entwickeln oder schneller nach äußerer Ablenkung suchen, statt innere Strategien aufzubauen.

Bewusster Medieneinsatz
Gefühle verschwinden so nicht. Sie werden lediglich verschoben. Oft zeigen sie sich später in anderen Situationen umso intensiver. Das bedeutet jedoch nicht, dass Eltern sofort alles falsch machen, wenn sie in akuten Momenten zum Tablet oder Handy greifen.
Entscheidend sind die Regelmäßigkeit und die Haltung dahinter. Wird das Tablet zur dauerhaften Beruhigungsstrategie, ersetzt es wichtige Entwicklungsschritte. Wird es hingegen bewusst und begrenzt eingesetzt, ergänzt durch Nähe, Worte und Begleitung, kann ein Tablet im Alltag auch mal zum Einsatz kommen. Medien können Teil des Familienalltags sein. Sie sollten jedoch nicht die Aufgabe übernehmen, Gefühle zu regulieren. Diese Fähigkeit entsteht vor allem dort, wo Kinder erleben: Meine Emotionen werden gesehen, gehalten und begleitet.

Marie von der Kuhlen ist Psychologin und systemische Beraterin. Sie ist zweifache Mutter und begleitet Eltern in den frühen Entwicklungsjahren ihrer Kindern, @psychologin.marie

Dieser Artikel ist zuerst in Family erschienen.